Fahrradfahren im Dunkeln
Mittwoch, 20. Februar 2008Hier auf dem Lande gibt es noch eine ordentliche Sperrmüllabfuhr. Der Blick aus dem Fenster zeigt jetzt also eine Anrichte mit Goldrand und ein Ehebett in dreiunddreißig Einzelteilen. Das loben wir uns, denn das ist mal was anderes als die winzigen Regentropfen, die heute hier schon den ganzen Tag vom Himmel fallen.
Am letzten Freitag hingegen ließ die Sonne es sich nicht nehmen, ungetrübt auf die Heide hinabzustrahlen – abends konnte mit Fug und Recht behauptet werden, heute sei doch mal ein richtig schöner Wintertag gewesen. Na klar, war ja auch Elternsprechtag. Den verbrachten wir im Krankenzimmer, wegen Raumknappheit („Legen Sie sich mal hier hin und machen Sie sich frei…“), hörten uns dreieinhalb Stunden lang Dinge über mehr oder weniger pubertierende Kinder an und gaben auch selber welche zum Besten. Danach hatten wir die Wahl: Fernsehen oder Fahrradfahren im Dunkeln. Beides geeignet zum Abreagieren.