Wie man ein Känguru fängt
Samstag, 10. Mai 2008Jetzt ist schon wieder was passiert. Aus dem berühmten Serengeti-Park Hodenhagen, ganz hier in der Nähe, ist nämlich Toto das Känguru entflohen. Das scheue Tier verstecke sich tagsüber im Schatten, ist in der Zeitung zu lesen, und verbringe die Nächte damit, sich unter Birken zu stellen und die frischen grünen Blätter abzuzupfen. Weil die im Moment reichlich vorhanden sind, betragen Totos Überlebenschanchen 100% – es sei denn, jemand schießt auf ihn. Also bitte nicht schießen, selbst wenn die Birken vor Ihrem Haus untenherum deutliche Kängurubissspuren aufweisen sollten.
Ganz und gar ungeklärt ist hingegen, wie das Tier desertieren konnte, denn ein Loch im Zaun ist nicht zu finden, und so hoch, dass es über den Zaun hätte gelangen können, können Kängurus angeblich gar nicht hüpfen. Inzwischen wurde Toto auch schon an mehreren Orten gesichtet, unter anderem am Autobahnkreuz Walsrode – auf der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit zurück nach Australien, vermuten wir. Leider kam der Fangtrupp stets zu spät.
Für alle, die sich Meriten fürs Wiedereinfangen von Kängurus verdienen möchten, hält die Zeitung noch einen nützlichen Tipp bereit, wie man einem schreckhaften Känguru am geschicktesten beikommt: Stellen Sie sich zu zehnt mit ausgebreiteten Decken oder Müllsäcken im Halbkreis um das Tier und drängen Sie es in eine Ecke. Dann locken Sie es mit Gemüse, und wenn es nahe genug ist, packen Sie es am Schwanz. Wenn nämlich ein Känguru am Schwanz gefasst werde, verliere es die Kontrolle über seinen Körper und könne sich nicht mehr wehren.
Dann mal viel Erfolg.