Thank you. Lunch?

Es gibt Tage, an denen kann ich dieselbe Musik immer und immer wieder hören. Im Moment ist es das Bachsche Doppelkonzert für zwei Geigen, das ich in- und auswendig kenne, weil ich es mehrmals selber gespielt habe (im Orchester allerdings). Der zweite Satz ist zum Heulen schön, und hätte ich ein besseres Gedächtnis, ich könnte Maarten t’Hart zitieren, der sehr klarsichtig darüber geschrieben hat; im Wüten der ganzen Welt kommt es auch vor.
Dinge, die zum Heulen schön sind, ohne Pathos zu behandeln, das ist wahre Kunst. So wie Jascha Heifetz, der bei einem seiner Meisterkurse den zweiten Satz zusammen mit Erick Friedman ergreifend schön spielt, um anschließend zu sagen: “Thank you. Lunch?”
Um das Pathos gänzlich zu tilgen: Ich wollte eigentlich nur mal ausprobieren, wie man auf der eigenen Seite eingebaute Youtube-Videos punktgenau ansteuert. Die überlegen nämlich noch stundenlang, was sie als nächstes spielen sollen, bauen umständlich Notenständer auf und stimmen ausführlichst die Geigen, bevor sie endlich anfangen.

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