Tagebuch ist das neue Blog

Den Twittertod will ich nicht sterben. Aber mich ergreifen Besorgnis und Entsetzen, wenn ich mir überlege, wie viel ich früher gebloggt habe und wie wenig jetzt. Ich bilde mir immer ein, das läge an der Arbeit, aber womöglich bin ich, wie so oft, nur Teil des Trends. Wie auch immer, mir gefällt überhaupt nicht, dass mein Blog wochenlang unbefüllt vor sich hin schnarcht, und deshalb schließe ich mich hiermit offiziell dem Trend an – oder dem Gegentrend, ganz wie man will. Tagebuchbloggen. Sowohl das Wort als auch die Sache klingen seltsam retro, man mag sich erinnern sich an Zeiten, als das Wort Blog mit Internettagebuch übersetzt wurde.
Die leuchtenden Vorbilder sind Mek Wito, der der Erste war, und Frau Modeste, die vorgeführt hat, dass Tagebuch auch Miniaturen aus dem Alltag sein können und keineswegs das Herunterbeten aller alltäglichen Ereignisse bedeutet. Die Kaltmamsell hat sich auch den Juni ausgesucht. Was ist zu erwarten? Ich schreibe ja mit Absicht kein Berufsblog, aber beim Tagebuchbloggen wird vermutlich nicht zu vermeiden sein, dass ab und zu von Schule die Rede ist. Im Juni gibt es hier in Niedersachsen außerdem Ferien, und am Ende des Monats werde ich meine Koffer packen und in den Urlaub fahren. Außerdem ist der Juni der schönste Monat des Jahres.
Jetzt noch flugs einen Titel gefunden. Die Mühen der Ebene? Die Mühen der Ebene. Morgen geht es los.

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