Die Mühen der Ebene (23. Juni)

Hundstage im Schulbetrieb: Die Zeugniskonferenzen sind längst vorbei, die entliehenen Schulbücher wieder abgegeben, Zeugnisse gibt es erst morgen. Gestern war Schulfest, aber heute müssen wir die Klassen auf Teufel komm raus bespaßen – sofern wir nicht zu den wenigen Kollegen gehören, die genug Angst und Schrecken verbreiten, um noch kurz vor Ferienbeginn normalen Unterricht durchführen zu können, kopienbasiert zwar, aber immerhin. Von der Sorte, die das auch tut, gibt es im Kollegium vielleicht zwei oder drei, alles Mathelehrer.
Der Rest tut sein Bestes. Ich zum Beispiel spiele in der zweiten Stunde ein lustiges Erzählspiel, gucke in der dritten und vierten einen Film, spiele in der fünften ein lustiges Schreibspiel und gucke in der sechsten wieder einen Film. Dann habe ich noch eine der verhassten Busaufsichten, die letzte in diesem Schuljahr.
Erinnern Sie sich an das Gefühl, sechs unendlich lange Wochen Sommerferien vor sich zu haben, eine komplette Ewigkeit? So fühle ich mich heute. Morgen Nachmittag, das weiß ich schon, werde ich in ein tiefes Loch fallen. Und schon am zweiten Ferientag verfiele ich der tückischen Ferienenddepression, würde ich nicht sofort verreisen.


  1. Wogedsnhin?

    Dienstag, 23. Juni 2009, 23:52 Uhr von HS

  2. Der Herzog Wilhelm fuhr wohl über das Meer,
    Er fuhr nach Engelland mit gewaltigem Heer.
    Er sprang vom Schiffe, da fiel er auf die Hand:
    »Hei!« – rief er – »ich faß und ergreife dich, Engelland!«

    Mittwoch, 24. Juni 2009, 7:20 Uhr von nicwest

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