Archiv September 2009

Limerick (60)

Montag, 28. September 2009

There once was a lady from Trent
whose nose was most horribly bent.
One day, I suppose,
she followed her nose
and nobody knows where she went.

Die Schöpfung

Sonntag, 27. September 2009

Soeben war ich im Konzert. Haydn, Die Schöpfung.
Ein sehr ausführliches Stück, aus dem ich wohl einzelne Nummern kannte, das ich aber noch nie in Gänze gehört hatte. Freundlicherweise bekam das Publikum den Text an die Hand und konnte sich an den schönen Worten ergötzen:

Die Fläche, weit gedehnt, durchläuft der breite Strom in mancher Krümme.
Hier duften Kräuter Balsam aus, hier sprosst den Wunden Heil.
Und Gott schuf große Walfische.

Leider kam mir immer wieder dieser Film dazwischen. „Im Anfange schuf Gott Himmel und Erde“, sang der Chor – „im Anfang schuf Gott erstmal gar nichts“, dachte es in mir. „Und Gott sprach: Es sei’n Lichter an der Feste des Himmels, um den Tag von der Nacht zu scheiden“, wurde überlagert von „…aber kaum hatte er sich auch nur einen Kaffee gekocht, war der Tag irgendwie schon vorbei“. Am vehementesten protestierte die innere Stimme gegen: „Und Gott sah, dass es gut war“. Musste es nicht heißen: „Und Gott sah, dass es so lala war“?
Den gesamten dritten Teil von Haydns Schöpfung hätte ich übrigens gestrichen. Da wird überhaupt kein bisschen mehr geschöpft, sondern lobgepriesen, was das Zeug hält. Und außerdem unterhalten sich Adam und Eva in dieser Weise:

Adam: Komm folge mir, ich leite dich.
Eva: Dein Will’ ist mir Gesetz. Mit dir ist Seligkeit das Leben; dir sei es ganz geweiht.

Dass es eher so lala ist, bestätigt auch das Resultat der heutigen Bundestagswahl.

Einkaufslyrik (3)

Samstag, 26. September 2009

Eins meiner heimlichen und ein bisschen peinlichen Hobbys ist ja das Sammeln fremder Einkaufszettel.
Eine ganz und gar private Textsorte des Alltags, nicht für fremde Augen bestimmt und gerade deshalb so spannend: Wie notieren andere, was sie nicht vergessen wollen? Welche Abkürzungen verwenden sie? Und vor allem: Welche Mahlzeiten bereiten sie aus den Einkäufen wohl zu?
Den hier habe ich heute gefunden:

→ Chester Käse
→ Schmelz Käse 2x
→ Cola Zero
→ Nudel
→ Kochschink 2x
→ Sahne 1x

Ein Nudelgericht mit ziemlich gehaltvoller weißer Sauce, würde ich denken, dazu kalorienfreie Cola, wegen der schlanken Linie.
Ich selbst schreibe übrigens niemals Einkaufszettel. Ich vergesse die Hälfte und muss dann nochmal los.

Folge 1
Folge 2

Konrad Tönz

Montag, 21. September 2009

Zur ausdauernden Eduard-Zimmermann-Nachruferei habe auch ich etwas Gewichtiges beizutragen: Also, ich bin ja in Berlin auf dem Weg in die Staatsbibliothek jahrelang an einer Kneipe namens Konrad Tönz vorbeigeradelt. Jedes Mal fragte ich mich, wer oder was denn wohl Konrad Tönz sei – außer eben einer Kneipe in Berlin-Kreuzberg – bis ich es einmal nachguckte.
Tja, und jetzt weiß ich es.

A Train in Opera Style

Samstag, 12. September 2009

Impromptu performance by The Real Group.
Die sind eigentlich professionell genug, nicht über ihren eigenen Stegreifgesang zu lachen. Dass sie das doch tun, lässt vermuten, dass sie diesen Jazz-Standard noch nie im Opernstil gesungen haben, so dass es sehr überraschend ist, was sie da von den anderen hören müssen. Und diese hohen Töne!
(Ich liebe ja übrigens auch Theatersport.)

Hier ist eine etwas jazzigere Version mit Anita O’Day:

Der Text geht übrigens so:

You must take the A train
To go to Sugar Hill way up in Harlem

If you miss the A train
You’ll find you missed the quickest way to Harlem

Hurry, get on, now it’s coming
Listen to those rails a-humming

All aboard, get on the A train
Soon you will be on Sugar Hill in Harlem

An sich ja kein besonders langer Text, aber dennoch kommt die Real Group in ihrer Opernversion über die erste Zeile nicht hinaus. Danach retten sie sich mit “yes he must, yes he must” über die Zeit. Gekonnt.
Ebenso minimalistisch wie die Textbehandlung in Take the A Train ist die Bühnenshow bei dem folgenden Stück: Wir gehen mal ein bisschen hin und her. Egal. Seit ich es neulich mal in einem Chorkonzert gehört habe, liebe ich es heiß und innig (”I can’t get the melody out of my head”):

Damenwahl

Donnerstag, 10. September 2009

Stellte man mich vor die Wahl Frings oder Grings, ich entschiede mich für Grings.
Ohne Zweifel.

Suchanfrage

Sonntag, 6. September 2009

Alles ok?

Yep. (Bisschen viel Arbeit.)