Billy is my real name
Samstag, 30. Oktober 2010Die Idee stammt von hier (→ Kommentare): Zeig mir, wie du deine Bücher ordnest, und ich sage dir, wer du bist.
Schöne Ordnung
Früher gab es ein Regalbrett für besonders geliebte Bücher, der Rest war durcheinander. Seit jemand mir das unbedingt mal sortieren wollte, ist die Belletristik alphabetisch nach Autorennamen geordnet, Sprache egal. Nur Reclam hat ein eigenes Regalbrett, aus Platzgründen.
Bei jedem Umzug lege ich Bücherschlangen, um die Ordnung wieder herzustellen.
Allerdings ist die Wohnung klein, die Decken in niedersächsischen Bauernhäusern sind niedrig, und insgesamt ist zu wenig Platz. Deshalb liegen viele Bücher auf den Reihen in den Regalen, und das sind nicht irgendwelche, sondern besonders geliebte. Immer greifbar, die liegenden Rücken lächeln mich an, das Lieblingsbuchprinzip setzt sich fort.
Die liegenden sind Lieblingsbücher.
Ich und die anderen
Es gibt ein eigenes Regalbrett für Karten und Reiseführer, das quillt über. Eins mit Kinderbüchern, da ist noch Platz, weil meine Schwester sich der meisten bemächtigt hat. Ich habe nicht mal mehr Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, von dem ich genau weiß, dass es mein erstes selbstgelesenes Buch war.
Ein Regalbrett mit Fotobüchern und Ausstellungskatalogen, eins mit Biografien und Sachbuch-Resten, z.B. dem Konzertbuch Klaviermusik A-Z, erschienen 1978 in Leipzig, meinen zweieinhalb Kochbüchern sowie einem Brigitte-Strickbuch von 1975 – da war ich motorisch noch gar nicht in der Lage zu stricken. Dort stehen außerdem Kuriositäten wie Liebe ist ein Gefühl, das man lernen muss, ein christliches Traktat über vorehelichen Sex, das, äh, gar nicht mir gehört, wie man auf dem Vorsatzblatt lesen kann. Natürlich auch der geliebte Reibert, zwei sehr tolle Bücher über Typografie und das wunderbare Buch Understanding Comics von Scott McCloud, weil obgleich ich keinen einzigen Comic besitze.
Ein Regal für literatur- und sprachwissenschaftliche Fachliteratur, ziemlich ungeordnet, dort stehen auch Kindler, Lexer, Duden und andere Nachschlagewerke, Wörterbücher Englisch, Französisch, Griechisch, Polnisch, und auch die Bibel, übrigens. Ein Regal für Schulbücher, das ist unkontrollierbar unordentlich und wird demnächst nicht mehr ausreichen. Ein Johnson-Regal natürlich, mit stapelweise kopierter Sekundärliteratur. Mein Gott, ich muss damals Tage und Nächte im Copyshop verbracht haben. (Aber: Gut kopiert ist halb gelesen, wie wir alle wissen.)
Stapel
Der SUB, Stapel ungelesener Bücher, ist ziemlich hoch und liegt neben dem Telefon – was immer das bedeuten mag. Ein immer höher werdender Stapel teilweise gelesener Bücher liegt neben dem Lesesessel – früher habe ich schön ordentlich ein Buch nach dem anderen gelesen, heute lese ich manchmal in vieren gleichzeitig. Einen SWB habe ich nicht, ich lese zwar öfter Bücher wieder, aber die nehme ich direkt aus dem Regal.
Die schlimmste Todsünde
Bücher in Zweierreihen aufstellen.
(Huch, jetzt habe ich aus Versehen ein paar Fragen des kursierenden Bücherstocks beantwortet.)