Archiv Dezember 2010

2010

Freitag, 31. Dezember 2010

So viel Schnee geschaufelt wie all die Jahre vorher zusammen nicht.
Erfolgreich eine Rolle gespielt, die gar nicht meine ist.
Mit der Babyfotografie begonnen.
So viel Geld auf einmal ausgegeben wie noch nie (Auto gekauft).
Wenig gelesen, viel geschrieben (Schulzeit).
Viel gelesen, wenig geschrieben (Ferien).
Gestritten.
Kreativ gewesen.
Viel Zeit in der Mensa und in Speisegaststätten verbracht (die Liebe zum Kochen und ich, wir haben auch in diesem Jahr nicht zusammengefunden).
Feige gewesen.
Bühnenreif über alles Mögliche gejammert.
Ziemlich viel gelacht.
Und der Blick in den Spiegel stimmt noch halbwegs mit dem gefühlten Alter überein.

Und nun zum alljährlichen Silvesterritual: Isch düfte nür für disch…

Auf Wiedersehen dann im Neuen Jahr.

Zufallskartografie

Donnerstag, 30. Dezember 2010


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ahäeäeähähhhhäundheinfehlerdrin
(Draufklicken führt zu den Quellen.)

Cartocacoethes ist offensichtlich das Fachwort für den Zwang, überall Landkarten zu sehen. Ich glaube nicht, dass ich an dieser Krankheit litt, als ich im September in London eine Wolke in Form von Großbritannien fotografierte – mein Irland ist ja ohnehin viel zu weit östlich und klebt quasi an Mittelengland. Vermutlich gibt es auch ein Fachwort für den Zwang, solche Dinge politisch zu deuten.
Was mich viel mehr interessiert, ist die Frage, warum sich Wolken so oft als Großbritannien formieren. Googelt man zum Beispiel Kombinationen von Begriffen wie „Wolke“, „Deutschland“, „sieht aus wie“ „Form“ oder so, dann findet man – nichts. Ich wüsste wohl eine Erklärung, aber die ist viel zu rational.
Beispiele für Cartocacoethes findet man bevorzugt bei Strange Maps, einem meiner Lieblingsblogs, nämlich hier, hier und hier.

aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa Sähe ich allerdings sowas am Himmel, ich hätte doch starke Bedenken, ob da nicht Außerirdische oder sonst jemand…

Der Wald steht schwarz und schweiget

Donnerstag, 30. Dezember 2010


Na ja, schwarz-weiß trifft es besser.

Doch ich sing, ob so, ob so

Dienstag, 28. Dezember 2010

In dem Reich der Heidehasen gibt’s schon viele Jahre lang
den Musikverein zur Pflege von Konzert und von Gesang.
Dort singt jeder mit Begeisterung im gemischten Hasenchor,
und den Taktstock führt seit langem Herr Direktor Wackelohr.

Der Sängerkrieg der Heidehasen in Obereidorf ist eine alljährliche Angelegenheit, aber in diesem Jahr etwas Besonderes, da Lamprecht der Siebente (Allergnädigster König der Hasen und Karnickel – „Gesetz und Tradition bin ich!“) keine männlichen Nachfolger hat und seine Tochter im heiratsfähigen Alter ist – klassischerweise werden Prinzessinnen mit den Gewinnern des Gesangswettbewerbs verheiratet. Wer das schönste Lied auf die Hasenprinzessin schreibt und es am besten vorträgt, wird sie zur Frau bekommen.
Die Teilnehmer können vorher beim Minister für Hasengesang und beim Musikvereinsdirektor Wackelohr ihre Stimme prüfen lassen. Das tut der junge Hase Lodengrün, der die beiden mit der Arie aus dem ersten Akt der Oper Der Hasenfrühling von Hoppelberger ziemlich beeindruckt:

Nun ist der Schnee zerflossen,
nun gibt es bald Salat,
die ersten Zweige sprossen,
der Hasenfrühling naht.
Wir springen durch das erste Grün,
hopp hopp, hopp hopp,
und schauen, ob die Primeln blühn,
hopp hopp hopp hopp hopp hopp.

Direktor Wackelohr hatte fest damit gerechnet, den Sängerkrieg zu gewinnen, aber jetzt ist er nicht mehr so sicher. Darum dreht er mit dem Minister für Hasengesang ein krummes Ding: Für hunderttausend Hasentaler soll der Minister der königlichen Majestät zuflüstern, dass Wackelohr der beste Sänger sei. Außerdem verstellt Wackelohr die Sonnenuhr vor Lodengrüns Bau, damit der zu spät zum Wettkampf erscheint.

Kennen Sie das? Das ist ein Kinderbuch von James Krüss, vom Bayerischen Rundfunk 1952 als Hörspiel aufgenommen. Ich hatte das als Kind auf Schallplatte, dann dreißig Jahre nicht gehört und jetzt quasi neu geschenkt bekommen – von der Mutter eines Kindes aus meiner Klasse, das vor ein paar Wochen ständig, gern auch mitten im Unterricht, sang:

In der Hasenheide
zwischen Feld und Weide…

Die Musik ist ziemlich gut, sie stammt von Rolf Wilhelm, der auch für Loriot zwei Filmmusiken geschrieben hat. Die Handlung wird vorangebracht durch Bänkelsang im Dreiertakt; der Höhepunkt ist natürlich der Sängerkrieg, und das beste Lied ist nicht etwa das des Gewinners Lodengrün (die Namensähnlichkeit zu Lohengrin ist wohl eher kein Zufall), sondern Otto Lampes Rumba – eben jenes Lied, mit dem der Knabe aus meiner Klasse mich quälte. Als Kind muss ich das ganze Hörspiel auswendig gekonnt haben und war fasziniert von Lodengrüns Fähigkeit, ein ganzes Ei ohne zu kauen hinunterzuschlucken. Jetzt bewundere ich die Sorgfalt der Herstellung und vor allem die Musik, und ich weiß jetzt auch, dass Lodengrüns Nachbar sächselt.
Hier ist der Anfang, das Bänkellied, als Hörprobe.

Schnee, Kerzen, Musik

Sonntag, 26. Dezember 2010

Wenn das die Definition von Weihnachten ist, dass man etwas tut, was man sonst nicht dauernd macht, was Spaß macht, was mit Kerzen und Musik zu tun hat, und vorher kocht man was, und zwischendurch macht man einen langen Spaziergang im Schnee – dann war das heute ein perfekter Weihnachtsfeiertag.
Zwar musste das mit dem Kochen improvisiert werden, weil der Lieblingskollege eine detaillierte Liste der einzukaufenden Dinge nicht an mich gemailt hatte, sondern an eine Schülerin desselben Namens. Die hatte artig geantwortet, das klinge ja alles sehr lecker, aber sie glaube nicht, dass sie gemeint sei – nur war der Kollege da schon unterwegs. Also aßen wir Spaghetti mit roter Soße.
Danach kam der Spaziergang durch Tiefschnee im unberührten Wald, und wir trafen Leute, die sagten Fröhliche Weihnachten und wollten wissen, ob da, wo wir herkämen, Wildschweine seien. Wir hatten aber laut gesungen und ziemlich viel gelacht – so benimmt man sich eigentlich nicht im Wald – und konnten sie beruhigen: wenn, dann seien die bestimmt vertrieben. Was wir allerdings gesehen hatten, war ein kleines Reh, das uns überhaupt nicht hörte, weil sein Kopf komplett im Schnee steckte. Also wie Strauß und Sand, nur mit Reh und Schnee. Reimt sich auch viel besser.
Während des Spaziergangs sammelten wir Ideen und Reime und Melodien, zu Hause zündeten wir Kerzen an und schrieben den Refrain auf, den wir schon unterwegs fertig hatten. Dann die Strophen. Dann setzte sich der Kollege ans Klavier, improvisierte ein bisschen, ich sagte gefällt mir, gefällt mir nicht, und heraus kam ein Kosakenwalzer in k-moll für Frau L., deren Vorname mit K beginnt, und die Anfang Januar ihren sechzigsten Geburtstag feiert. Bei der Gelegenheit wird ein Chor ein Lied singen, dessen Refrain so beginnt:

Vom Kopierer verachtet, von den Freunden geliebt…

In the Name of the Pasta…

Freitag, 24. Dezember 2010

…and the Sauce and the Holy Meatballs.
Alte Tradition in diesem Blog, Weihnachten an das Fliegende Spaghettimonster zu erinnern.

Dessen Schöpfungsgeschichte geht übrigens so:
Am ersten Tag erschuf das FSM das Licht und die Dunkelheit. Das Licht wurde Tag genannt, die Dunkelheit Nacht oder Beste Sendezeit.
Am zweiten Tag schuf das FSM Land, um das Wasser zu teilen, und nannte es Firmament. Auf dem Land erschuf es einen Vulkan, der Bier spuckte, und trank einiges davon.
Am dritten Tag wusste das FSM nicht mehr so genau, was es am zweiten Tag getan hatte, deshalb schuf es nochmal Land, um das Wasser zu teilen, und nannte es Erde. Als es sein Werk vom Vortag bemerkte, hob das FSM das Firmament über die Erde und benannte es in Himmel um. Weiterhin erschuf das FSM allerlei Pflanzen, vor allem Getreide, aus dem sich Mahlzeiten formen ließen, die seinen nudeligen Fortsätzen ähnlich sahen.
Das FSM teilte am vierten Tag das Licht von Tag Eins in zwei Lichter, eines für den Tag und eines für die Nacht. Da ihm die Teilung nicht ganz sauber gelang, gerieten einige Splitter in den Himmel, die es Sterne nannte.
Am fünften Tag schuf das FSM einiges Getier, das fortan in, auf und über der Erde lebte. Unter anderem die Kuh, den Bic Mac und das Dönertier. Und weil es so stolz auf sich war, legte das FSM anschließend eine ausgiebige Pause am Biervulkan ein. Später bemerkte es, dass es in seiner Trunkenheit im Himmel eine Stripperfabrik und auf der Erde einen Zwerg geschaffen hatte. Den Zwerg nannte es Mann. Am späten Abend rollte das FSM aus seinem Bett und knallte auf das Firmament. Dieses Ereignis wird Urknall genannt. Völlig geschafft von dem ereignisreichen Tag erklärte das FSM den Freitag zu einem heiligen Feiertag und erholte sich erstmal eine Weile von der ganzen Schöpferei.
Weil der Zwerg so verdammt nervig war, erschuf das FSM bald eine Frau und sprach zu dem Zwerg: „Von nun an soll ein Mann sich mit einer Frau vereinen“. Bei sich dachte es: Das wird bestimmt interessant. Und so war es auch.

Die Mühen der Ebene (21. Dezember)

Dienstag, 21. Dezember 2010


Ferien.
Jetzt erstmal drei Tage schlafen.