Archiv Sonntag, 13. Februar 2011

Ins Essen gequatscht

Sonntag, 13. Februar 2011

Was gruselige Filme betrifft, bin ich ein großer Schisser; zwar besitze ich Das Schweigen der Lämmer auf DVD, aber nur wegen Jodie Foster, und die unheimlichsten Szenen überspringe ich. Genau wie Frau Kaltmamsell hatte ich größte Bedenken, Black Swan zu sehen, und in der Tat habe ich Traumata davongetragen – oder wie erklärt sich sonst, dass ich in der Nacht danach von der Szene mit der Nagelfeile geträumt habe?
Ich sehe viele Filme, aber ich gehe selten ins Kino, weil es weit weg ist. Das habe ich bisher immer bedauert, aber dieses Mal ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich lieber allein bin beim Filmegucken. Die anderen Leute hatten nämlich auch alle Schiss und verschafften sich nach aufregenden Szenen Erleichterung, indem sie sie laut kommentierten – die Sexszene zum Beispiel oder sämtliche Darstellungen physischer Gewalt. Auch begriffen die wenigsten, dass dieser Film mit der ersten körnigen Tanzszene beginnt, dass die Musik dazugehört und dass man dann gefälligst den Mund hält. In der Schule fällt es mir auch immer sehr schwer, nicht wütend zu werden, wenn Schüler nicht in der Lage sind, einen Film schweigend zu sehen. –
Wie die meisten Kritiker fand ich Black Swan sehr gut; Natalie Portman wiegt auf, dass die Botschaft ziemlich eindeutig ist und das Ende vorhersehbar.