Archiv April 2011

Limerick (74)

Freitag, 29. April 2011

There once was a royal affair.
Some chick will now be the heir.
She’ll wear a daft hat
or something like that,
and I can’t say that I really care.

Sätze von seltsamer Schönheit

Donnerstag, 28. April 2011

Sieben auf einen Streich. Und die Moral von der Geschicht. Der freundliche Herr am Einlass erklärt mir, dass dies die Kantine der Telefongesellschaft sei. Ich fände es auch schön, wenn das Buch Käufer hätte. Am Ende sitze ich allein im Babylon, und sie halten mich für ihn und bewerfen mich mit Tomaten. Aber was, und warum? Die Diskussion ist eröffnet. Am Abend grüßen mich die Damen an der Bar und ich gebe schon mal eine Runde aus, hin und wieder. Und Supertux habe ich auch durchgespielt.
Die letzten Reste von Securitate. Wenn du nicht mehr anders kannst, es einfach nicht mehr aushältst – dann. Hastig dusche ich, ziehe mich an und gehe zu Frau Dr. Knispel, meiner braven Sportmedizinerin.
Bei meiner Schwester war Abendgesellschaft; Yvonne und ich hatten uns unbemerkt von dem lauten Treiben hinweggeschlichen und ins Klavierzimmer geflüchtet. Yvonne bat mich um ein Lied, sie war so weich an diesem Abend wie nie zuvor, und eben diese Weichheit ließ mich bis tief in mein Innerstes erbeben. Als abgeklatschter Spieler gehe rasch, ohne viel Tamtam von der Bühne.

Dies ist ein Text aus dem wunderbaren Plagiatomaten der Surfpoeten, der funktioniert nach dem Motto: Helene Hegemann, Karl-Theodor zu Guttenberg – und jetzt auch du.
Blogblockaden? Gibts nicht mehr.

April

Mittwoch, 27. April 2011


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April is the cruellest month, breeding
Lilacs out of the dead land, mixing
Memory and desire, stirring
Dull roots with spring rain.

T.S. Eliot, The Waste Land

Osterglocken

Sonntag, 24. April 2011


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Chronologie in räumlich

Samstag, 23. April 2011

Eine besonders edle Art der Prokrastination ist das Entwickeln unermesslichen Ehrgeizes, was die sprachliche Gestaltung der Abiturklausur-Gutachten betrifft. Das Problem, das heute durch heftiges Nachdenken und ausgiebiges Überprüfen des Internetzes nicht zu lösen war, beschäftigt mich aber in der Tat schon seit Jahren – mal stört es mich mehr, mal weniger.
Ich schreibe ungern von der „Chronologie eines Textes“. Ein Text ist, finde ich, eher etwas Räumliches als etwas Zeitliches. Die Literaturwissenschaft hat für das, was ich meine, wenn ich nicht „Chronologie eines Textes“ schreiben will, auch nur einen zeitlichen Begriff – Erzählzeit, die Zeit, die man braucht, um einen Text zu lesen. Der Begriff ist brauchbar, um die zeitlichen Verhältnisse zwischen Erzähltem und Erzählen zu beschreiben, aber er ist relativ, weil jeder unterschiedlich schnell liest.
Deshalb gibt es auch keine sinnvolle zeitliche Maßeinheit für die Erzählzeit – natürlich kann man sagen: Ich habe jetzt drei Stunden in diesem Roman gelesen oder: Für diesen Dialog sitzen die Figuren ungefähr zehn Minuten zusammen auf dem Sofa. Aber wenn man Erzählzeit genau angeben möchte, dann behilft man sich mit räumlichen Einheiten wie Zeilen- oder Seitenangaben: Proust schreibt 30 Seiten über eine einzige Madelaine.
Texte sind auch deshalb räumliche Gebilde, weil sie weder linear geschrieben sein noch linear gelesen werden müssen. Lineare Erstlektüre gilt als normal, aber spätestens wenn man mit Texten arbeitet, liest man nur noch kreuz und quer. Die Seite 31 eines Buches kommt vor der Seite 54 – aber räumlich davor, nicht zeitlich.
Das eigentliche Problem ist nun, dass es im Deutschen kein gängiges Wort für Chronologie in räumlich gibt. Also sowas wie von vorne nach hinten als Substantiv. Es gibt Chorologie, aber wenn ich das ins Gutachten schreibe, muss Frau L., die Korreferentin, erstmal im Fremdwörterbuch nachgucken, was das überhaupt ist.
Tja, und jetzt sitze ich hier, sollte eigentlich Gutachten schreiben, staune aber statt dessen über diese schreckliche Lücke in der deutschen Sprache.

Schicksalshammer, sause nieder!

Donnerstag, 21. April 2011

Mittags kann man draußen sitzen beim Essen und assoziativ plaudern über alles Mögliche. Die Sonne brennt, ein Eis zum Nachtisch ist nichts weniger als angemessen. Und wann haben Sie das letzte Mal in ein Stück Seife gebissen?
Abends hingegen ist es wieder Zeit, sich am Vorrat der Leiden zu weiden. Nachbarn mögen Grillpartys veranstalten, aber das ist nichts mehr als unangemessen. Die Sünden wiegen schwer, und leiden kann man nie genug.

Fluss (23)

Montag, 18. April 2011

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