Archiv Juli 2011

Grübchen im Sand

Sonntag, 31. Juli 2011

Wann ist Flut, wann ist Flut? Egal wie viel Herbst im Hochsommer, irgendwer badet immer. Wir üben sprechen. Eis. Manchmal fauchen wir wie Löwen. Ein Hund, und sei er noch so klein, darf nicht am Badestrande sein. Beim Frühstück kommen sich die Schüchternen näher. Wir graben tiefe Löcher und stellen unsere Füße hinein oder wir schaufeln Wasser von einem Loch in ein anderes. Handball und Fußball, das ist sowieso fast dasselbe. Am Ende haben wir die Sonnencreme gar nicht gebraucht. Christ all Friday!

Pause

Sonntag, 10. Juli 2011

Won’t be back for many a day – hier ist für ungefähr drei Wochen das Licht aus.
Der alljährliche Wettstreit Anzahl der Urlaubsfotos gegen Anzahl der Spamkommentare im Blog fällt in diesem Jahr aus, weil ich die Kamera zu Hause lasse. Bei der momentanen Menge Spam hätte ich wahrscheinlich ohnehin verloren.
Danke fürs Mitlesen, bleiben Sie mir gewogen. Bis demnächst.

Und Gott schuf große Walfische

Freitag, 8. Juli 2011

Schon länger hege ich den Gedanken, ein Archiv anzulegen mit Texten, in denen die Schöpfungsgeschichte vom Anfang der Bibel neu erzählt, variiert oder auch parodiert wird. Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde…
Ich könnte das als Kommentar zum Kreationismus verkaufen, aber in Wirklichkeit ist mir bloß aufgefallen, dass es ziemlich viele solcher Texte gibt – und ziemlich gute. Dieses Projekt fiel mir heute beim Abhören uralter CDs wieder ein, weil darunter auch God Shuffled His Feet von den Crash Test Dummies war (da kann sich Frau adelhaid drüber lustig machen so viel sie will, ich steh dazu) und der Text des Titelliedes da auch unbedingt hineingehört:

After seven days
He was quite tired, so God said:
“Let there be a day
Just for picnics, with wine and bread.”
He gathered up some people he had made
Created blankets and laid back in the shade.

The people sipped their wine
And what with God there, they asked him questions
Like: Do you have to eat
Or get your hair cut in heaven?
And if your eye got poked out in this life
Would it be waiting up in heaven with your wife?

God shuffled his feet and glanced around at them;
The people cleared their throats and stared right back at him.

So he said: “Once there was a boy
Who woke up with blue hair.
To him it was a joy
Until he ran out into the warm air.
He thought of how his friends would come to see;
And would they laugh, or had he got some strange disease?”

God shuffled his feet and glanced around at them;
The people cleared their throats and stared right back at him.

The people sat waiting
Out on their blankets in the garden.
But God said nothing.
So someone asked him: “I beg your pardon:
I’m not quite clear about what you just spoke.
Was that a parable, or a very subtle joke?”

God shuffled his feet and glanced around at them;
The people cleared their throats and stared right back at him.

© Brad Roberts

Außerdem natürlich die Prokrastinations-Schöpfungsgeschichte von Kathrin Passig und Sascha Lobo, T.H. Whites Schöpfungsgeschichte aus Sicht des Dachses (aus The Once and Future King) und die Schöpfungen des Fliegenden Spaghettimonsters.
Also gibt es da oben rechts jetzt eine eigene Seite für die Schöpfung, und wenn Ihnen dazu noch was einfällt, dann lassen Sie’s mich wissen.

Die Mühen der Ebene (6. Juli)

Mittwoch, 6. Juli 2011

Ferien!
Ferien!
†⃥ †⃥ †⃥
Ferien!

♯ ♯ ♯

Die Mühen der Ebene (5. Juli)

Dienstag, 5. Juli 2011

An Tagen wie diesen, an denen ich aus dem letzten Loch pfeife, muss ich morgens ernsthaft aufpassen, das Hemd nicht falsch zuzuknöpfen oder das T-Shirt nicht linksherum anzuziehen.
Von den heutigen sieben Stunden habe ich nur noch Fetzen in Erinnerung, und zwar vor allem Fetzen aus Filmen, die ich noch nie gesehen hatte. Family Guy war ganz lustig, aber die Star-Wars-Parodien sind wahrscheinlich leichter zu verstehen, wenn man Star Wars kennt. Die Taxiszene am Ende von Keinohrhasen war auch witzig, allerdings habe ich keine Ahnung, was davor geschah. In der letzten Stunde musste ich mit der Achten den Anfang von Die etwas anderen Cops gucken – die Jungs waren so aufmerksam wie im Unterricht nie, die Mädels, mich eingeschlossen, eher gelangweilt.
Nachmittags sehr niedliches Fünft- und Sechstklässler-Theater, abends grillen mit Kollegen. Jetzt ist wieder die Zeit der schrecklichen Schulträume, die spuken durch die Nächte der ersten Ferienwoche, und danach kann ich dann anfangen, mich zu erholen.

Die Mühen der Ebene (4. Juli)

Montag, 4. Juli 2011

Heute Verkehrserziehungstag für die fünften und sechsten Klassen. Sechs Stunden für sechs Stationen, betreut von Elftklässlern. Ich bin nur mit meiner Klasse mitgegangen, habe alle beaufsichtigt und mir das Ganze angeguckt.
Wie wichtig klare und präzise Arbeitsaufträge sind, merkte man an den Formulierungen der Elftklässler, die ja eigentlich auch Schulprofis sind: „Jetzt nehmt ihr immer zu zweit eine Matte und legt die so im Kreis oder im Rechteck!“ – „Hä?“
Die Kleinen schätzten natürlich den Ausfall von Unterricht, aber so richtig begeistert waren sie nicht bei der Sache, weil viele Stationen nicht knifflig genug waren und einige auch bekannt vom letzten Jahr. An manchen gab es als Belohnung Schokolade, aber selbst das zog nicht richtig.
Meinen plumpen Motivationsversuch („Euch ist aber schon klar, dass das benotet wird und fürs nächste Schuljahr zählt?“) konterten sie müde: „Wir kennen Sie jetzt seit zwei Jahren – Sie können uns einfach nicht mehr reinlegen.“ Daraufhin konnte ich nicht umhin, sie an den ersten April zu erinnern. Da hatte ich ihnen erklärt, es gebe die einmalige Gelegenheit zur Besichtigung des neuen Lehrerzimmers, sie müssten sich nur in die entsprechenden Listen eintragen. Woraufhin sie alle zum Lehrerzimmer rannten und nach den Listen fragten – die Gegenfrage „Ihr wisst aber schon, welches Datum heute ist?“ fanden sie dann nicht so lustig.
Morgen wäre eigentlich der Tag des Sport- oder Schulfestes, das ist verschoben aufs nächste Schuljahr. Deshalb findet morgen noch einmal „Unterricht“ statt. Übermorgen gibt es Zeugnisse.

Die Mühen der Ebene (3. Juli)

Sonntag, 3. Juli 2011

Kennen Sie das Verb molschen oder, treffender noch, rummolschen? Das stammt aus dem Wortschatz meiner Mutter und bezeichnet eine Tätigkeit, die man am besten mit „nichtstun“ übersetzt.
An einem Molschetag regnet es idealerweise, und man setzt keinen Fuß vor die Haustür. Morgens liegt man lange im Bett herum, dann trinkt man Kaffee, liest planlos in Büchern, guckt einen Film oder zwei, zwischendurch kocht man mal was, dann liegt man wieder im Bett. Man bringt nicht den Müll runter, kümmert sich nicht um die Post und bloggt nicht.
Das ist molschen, damit habe ich das Wochenende zugebracht.