Archiv Sonntag, 1. Januar 2012

Die Frau mit dem Aluhütchen

Sonntag, 1. Januar 2012

Auf der Autobahn 9 in Thüringen wurde Heiligabend eine Geisterfahrerin von der Polizei gestoppt. Die 64jährige Frau aus Winsen war 70 Kilometer auf der falschen Seite unterwegs gewesen. Verletzt wurde niemand. Gegen 22 Uhr war sie bei Bad Lobenstein von Beamten der Polizei Saale-Orla gestoppt worden. Ein Beamter habe einen Stopp-Stick (eine Art Nagelgurt) vor ihren Daihatsu Cuore geworfen, berichtete die Thüringische Landeszeitung.
Die Frau, behängt mit allerlei Christbaumschmuck, hatte ihr Auto „zum Schutz vor Strahlenbeeinflussung“ mit einer Tüllgardine drapiert. Zudem hatte sie aus Aluminium eine Art Helm gebastelt. Sie war 70 Kilometer aus Bayreuth auf der falschen Seite in Richtung Berlin gefahren. Die Frau habe von Celle nach Leipzig fahren wollen, weil sie jedoch die Abfahrt nach Leipzig verpasst hatte, fuhr sie auf der A9 nach Süden. Bei Bayreuth bemerkte sie ihren Fehler, wendete und setzt ihre Fahrt auf derselben Richtungsfahrbahn als Geisterfahrerin zurück nach Norden fort. In Bayern hatte sie zudem etliche von der Polizei aufgestellte Straßensperren durchbrochen. Sie wurde trotz Widerstands vorläufig festgenommen.

© Cellesche Zeitung

Winsen, das ist hier ganz in der Nähe.