Die Mühen der Ebene (15. Februar)

Aus Gründen musste ich heute mit meiner Klasse zum wiederholten Male darüber sprechen, wie man miteinander umgeht – dass man, zum Beispiel, Zuneigung auch in anderer als pöbelnder oder beleidigender Form ausdrücken kann. Dabei konnte ich nicht umhin, eine passende Geschichte aus meinem Leben zu erzählen: Als ich in der siebten Klasse war, fand mich ein Junge gut, der auch nicht so recht wusste, wie er mir das sagen sollte. In seiner Not malte er mit Bleistift ein riesiges Herz auf seinen Tisch und schrieb da hinein meinen Namen, ungefähr 350 Mal. Das Kunstwerk wurde von der ganzen Klasse ausführlich begutachtet, die Mädchen kicherten, die Jungen machten sich lustig – wie uncool. Und ich? Ich war total beeindruckt, weil ich das richtig mutig fand.
Noch bevor ich zum warnenden Nachsatz anheben konnte („Ich erzähle euch das nicht, damit ihr es nachmacht…“) hatten sie schon alle ihre Bleistifte in der Hand. Hm.


  1. Oh, heilige Neugier … wer war denn der mutige Herzmacher?

    Donnerstag, 16. Februar 2012, 14:07 Uhr von HS

  2. Der Herr Alten.

    Donnerstag, 16. Februar 2012, 15:40 Uhr von nicwest

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