Archiv Sonntag, 29. September 2013

Ein Ausflug, ein Ausflug (4)

Sonntag, 29. September 2013

Privatführung im Kloster Loccum. Besonders beeindruckend ist die nagelneue Orgel in der Klosterkirche, gebaut von der Firma Orgelbau Romanus Seifert & Sohn GmbH & Co., in Zusammenarbeit mit einem Architekten. Steht da rum wie ein Klotz, unverbunden mit dem Rest der Kirche, und enthält eine Orgel in der Orgel, ein eigenständiges, mitteltöniges „Spanisches Werk“ mit sieben Registern.


Eine Orgel, eine Orgel. Äh, nein, zwei Orgeln.

An der Rückseite hängt eine Tafel, die für Pfeifenpatenschaften wirbt; für 50 bis 1000 Euro, je nach Größe, „gehört“ einem eine der 2414 Orgelpfeifen. Schwierig, da eine auszusuchen. Schon viele der Registernamen klingen sehr verlockend: Prinzipal 16’, Octave 4’, Superoctave 2’, Jubalflöte 8’, Viola da Gamba 8’, Großgedackt 8’, Spitzflöte 4’, Nasat 2 2/3’, Terz 1 3/5’, Scharff IV 1’, Cornett V 8’. Und dann noch die Töne: Ist ein Dis besser als ein schlichtes C? Oder kauft man vielleicht doch lieber ein B? Und in welcher Höhe?
Später einen ziemlich kitschigen Sonnenuntergang gesehen und etwas gehört über und von Goethe und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Das war alles sehr lehrreich.

Ein Himmel wie ein geplatztes cholerisches Einhorn.