Archiv Freitag, 20. Dezember 2013

Die Mühen der Ebene (20. Dezember)

Freitag, 20. Dezember 2013

Letzte Tage vor Ferien sollte man abschaffen; sie taugen zu nichts. Allerdings sollte man erst am vorletzten Tag ankündigen, dass der letzte abgeschafft ist, dann ist die Freude größer und die Unlust geringer.
Meine Klasse hat heute gewichtelt, das war sehr nett, vor allem, weil jeder ein Geschenk mitgebracht hatte, und das auch noch rechtzeitig. Normalerweise habe ich mindestens ein Trostgeschenk vorrätig, weil immer jemand seins vergisst und dann immer jemand anders heult. Diesmal war ich diejenige, die das Trostgeschenk vergessen hat – aber ich brauchte ja auch keins. So soll das sein.
Während unserer Weihnachtsfeier wurden Gedichte vorgetragen, Lieder gesungen und Kekse gegessen. Jemand spielte ganz furchtbar falsche Akkorde auf der Gitarre. Jemand anders sagte ein selbstgeschriebenes Gedicht auf. Ich las eine Weihnachtsgeschichte vor, die ganz spät herbeigeschafft worden war und die ich vorher nicht kannte, und zwei Jungs aus meiner Klasse fühlten sich ihrer Namen wegen gemeint.
Dann gab es ein Rockkonzert, und Großteile meiner Klasse nahmen drei oder vier Minuten lang teil und kamen dann zurück in den Klassenraum. In der Aula sei es zu laut, monierten sie. Das fand ich auch, also ließ ich sie Mr. Bean-Sketche gucken. Ich bekam außerdem etwas geschenkt (Was ist das? Kuchen im Glas. Was? Kuchen im Glas).
In den beiden letzten Stunden sah ich Faust, den Film mit Gustaf Gründgens und Will Quadflieg. Echtes Kontrastprogramm. Der wurde auch goutiert, das wollen wir mal festhalten.
Ferien!