Die Mühen der Ebene (16. Dezember)

Deutsch, Klasse 6: Den Vorlesewettbewerb haben wir hinter uns, die zweite Klassenarbeit, das Diktat, auch, was machen wir in den verbleibenden drei Stunden bis zu den Weihnachtsferien? Wir beschäftigen uns mit dem Zauberlehrling. Den sollen sie in den Ferien auswendig lernen, und vorher muss geklärt sein, worum es geht und was den Zauberlehrling gefühlsmäßig umtreibt, denn das Lernziel ist ein angemessener Gedichtvortrag.
Immer wieder faszinierend, wie diese Ballade, über 200 Jahre alt, heutige geerdete Zwölfjährige in ihren Bann zu schlagen vermag. Natürlich gibt es ein paar Verständnisschwierigkeiten („verrucht“, „Ausgeburt der Hölle“), aber der Lauf der Handlung und die Lehre, die dieses Gedicht vermittelt, sind ihnen trotz Goethescher Sprache ganz und gar klar: „Wenn du es nicht bringst“, schreibt eine Schülerin in etwas anderer Rechtschreibung, „lass es.“
Sie sind sehr bei der Sache, sie gucken genau in den Text, und sie können sich ziemlich gut in den Zauberlehrling hineinversetzen. Das macht mir auch Spaß. Dass ihnen dieses Programm blüht, wissen sie noch nicht.

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