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	<title>Wiesenraute.</title>
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	<pubDate>Sat, 25 May 2013 05:48:53 +0000</pubDate>
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		<title>Drei Birken im Fr&#252;hling</title>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2013 05:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/2013/05/dreibirkenimfruhling.JPG" align="texttop" width="430" height="276" hspace="10" vspace="10" border="1" />
</p>
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		<title>Pfingstferien</title>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 16:25:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Pfingstsonntag ist Familientreffen; diesmal fehlt die j&#252;ngste Schwester meiner Mutter, daf&#252;r ist meine Schwester da, mit Kind. F&#252;r den dreij&#228;hrigen Neffen ist es das erste Treffen dieser Art, und es ist nicht ganz klar, ob ihm das Konzept Familie schon gel&#228;ufig ist. Als ihm ein Spielzeugauto geschenkt wird und seine Mutter ihn fragt, woher er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pfingstsonntag ist Familientreffen; diesmal fehlt die j&#252;ngste Schwester meiner Mutter, daf&#252;r ist meine Schwester da, mit Kind. F&#252;r den dreij&#228;hrigen Neffen ist es das erste Treffen dieser Art, und es ist nicht ganz klar, ob ihm das Konzept Familie schon gel&#228;ufig ist. Als ihm ein Spielzeugauto geschenkt wird und seine Mutter ihn fragt, woher er das habe, sagt er h&#246;flich: Von der Dame da hinten. Die Dame da hinten ist aber seine Gro&#223;tante.</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2013/05/suntelblick01.JPG" align="texttop" width="430" height="287" hspace="10" vspace="10" border="1" /><br />
<small>Ja, und der Raps bl&#252;ht.</small></p>
<p>Der Neffe gie&#223;t mit seiner Spielzeuggie&#223;kanne ausdauernd den ganzen Garten, muss aber immer wieder nachfragen, was er schon gegossen hat und was nicht. Er interessiert sich sehr f&#252;r die Maschine zum Reinigen des Teichwassers und erkl&#228;rt noch Stunden sp&#228;ter ungefragt, wie sie funktioniert. Auch m&#246;chte er s&#228;mtliche essbaren Gartenkr&#228;uter probieren, Salbei, Petersilie, Basilikum, Minze, und befindet, dass sie alle gut schmecken. Seinen Mittagsschlaf h&#228;lt er unter dem Apfelbaum.</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2013/05/suntelblick02.JPG" align="texttop" width="430" height="288" hspace="10" vspace="10" border="1" /><br />
<small>S&#252;ntelblick.</small></p>
<p>Der Dienstag nach Pfingsten ist auch noch frei, und weil ich ein paar Dinge einkaufen und au&#223;erdem die Harry-Callahan-Ausstellung in den Deichtorhallen unbedingt sehen muss, fahre ich nach Hamburg. Mit dem Zug nat&#252;rlich, inklusive Umsteigen im verhassten Hundertwasser-Bahnhof Uelzen, aber diesmal muss ich nicht zwei Stunden warten, weil ein Zugf&#252;hrer nicht zur Arbeit erschienen ist.<br />
In Hamburg regnet es wie immer, aber Callahan ist gro&#223;artig. Ich liebe ja <a href="http://www3.davidson.edu/cms/x39516.xml" target="_blank">dieses Foto</a> seit langen Jahren sehr, und, hach, endlich habe ich es mit eigenen Augen gesehen. Es ist winzig klein, wer h&#228;tte das gedacht. Richtig gute Schwarz-Wei&#223;-Abz&#252;ge gewinnen locker gegen alles Digitale und Ausgedruckte.<br />
Das alles war ganz nett, ist aber nichts gegen den n&#228;chsten Sonntag, an dem wir mit achtundsechzig Achtkl&#228;sslern und f&#252;nf Kollegen nach England fahren. Wish me luck.
</p>
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		<title>Die H&#252;bschigkeit der Schauspieler (23)</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2013/05/20/die-huebschigkeit-der-schauspieler-23/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 May 2013 12:13:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Touch of Evil, 1958, mit Orson Welles, Charlton Heston, Janet Leigh
Touch of Evil, auf Deutsch Im Zeichen des B&#246;sen, ist ein Film, der unsere Runde – nein, eigentlich ist es vor allem Frau L. – zum Sprechen &#252;ber K&#246;rperteile anregt, obwohl die H&#252;bschigkeit der Schauspieler mitnichten im Mittelpunkt steht.
Ein kleiner guter Film Noir in Schwarz-Wei&#223;, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><b><em>Touch of Evil</em></b>, 1958, mit Orson Welles, Charlton Heston, Janet Leigh</p>
<p><em>Touch of Evil</em>, auf Deutsch <em>Im Zeichen des B&#246;sen</em>, ist ein Film, der unsere Runde – nein, eigentlich ist es vor allem Frau L. – zum Sprechen &#252;ber K&#246;rperteile anregt, obwohl die H&#252;bschigkeit der Schauspieler mitnichten im Mittelpunkt steht.<br />
Ein kleiner guter <em>Film Noir</em> in Schwarz-Wei&#223;, den es in mehreren Fassungen gibt, weil das Universal-Studio Orson Welles’ Original-Drehbuch so stark gek&#252;rzt hatte, dass der sich wehrte – und danach nur noch in Europa drehte. Die Eingangsszene ist ber&#252;hmt; ein dreieinhalb Minuten dauernder Schwenk, der, einem Auto folgend, die US-mexikanische Grenzstadt Los Robles vorstellt, in der vor allem dem Laster gefr&#246;nt wird.<br />
Es ist eine Geschichte um Drogen und Korruption, bei der Gut und B&#246;se bis zum Schluss nicht ganz auseinanderzuhalten sind. Nur dass Charlton Heston, obwohl Mexikaner und von oben bis unten mit Schuhcreme eingeschmiert, durch und durch gut ist, ist eindeutig. Orson Welles gelingt es, den durchtriebenen alten Polizisten mit der verl&#228;sslichen Intuition und der Skrupellosigkeit in Bezug auf Wahrheit und Beweise so zu spielen, dass man ihn absto&#223;end findet und gleichzeitig Mitleid mit ihm hat.<br />
Hier kommen die K&#246;rperteile ins Spiel. Das sei doch nicht Orson Welles, ruft Frau L. aus, der habe doch nicht so eine Nase! Es ist ganz eindeutig Orson Welles, aber wom&#246;glich ist es tats&#228;chlich nicht seine eigene Nase, wie man zum Beispiel in <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13498377.html" target="_blank">diesem Spiegel-Artikel</a> nachlesen kann:<br />
<blockquote>Alles an Orson Welles war m&#228;chtig und ausdrucksvoll, nur seine Nase nicht, sie blieb weich, flach, jungenhaft. Deshalb hat er im Lauf seines Lebens in Dutzenden von Rollen Dutzende von falschen Nasen getragen, zeitweise sogar einen eigenen Nasen-Mann besch&#228;ftigt, der ihm in alle Ecken der Welt angemessen imposante Attrappen lieferte, und deshalb war die Traumrolle, der er immer nachjagte, ohne sie je zu kriegen, der legend&#228;r langnasige Cyrano de Bergerac.</p></blockquote>
<p>Ferner m&#246;chte Frau L. &#252;ber Br&#252;ste reden. Solche Br&#252;ste wie die von Janet Leigh gebe es heutzutage nicht mehr oft, klein, spitz, nach au&#223;en zeigend. Wir wissen auch nicht so recht, Ern&#228;hrung, BHs… Und dann ist da noch die Tatsache, dass Charlton Heston, der in diesem Film eigentlich eine Anzugrolle innehat, gelegentlich mit offenem Hemd agiert, so dass man seine schuhcremebeschmierte Brust sehen kann. Das erkl&#228;rt sich allerdings leicht – er ist Mexikaner.<br />
Das war ein netter Abend; und auf dem R&#252;ckweg haben wir uns nur ein winziges bisschen verfahren, mehr so aus Versehen. Wir werden immer besser.
</p>
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		<title>The Purple Cow</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2013/05/18/the-purple-cow/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 04:59:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[
Gelett Burgess, 1895

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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/2013/05/purple-cow.jpg" align="texttop" width="430" height="313" hspace="10" vspace="10" border="1" /></p>
<p><small>Gelett Burgess, 1895</small>
</p>
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		<title>This is how I blog</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2013/05/12/this-is-how-i-blog/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 May 2013 18:06:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Im Mai muss man &#252;ber Erdbeeren schreiben, &#252;ber Vater- und Muttertag und Bilder posten von Katzen auf dem R&#252;cken im Gras. Statt dessen wirft alle Welt mit St&#246;ckchen; ich dachte, an mir geht das vielleicht vorbei – weit gefehlt. Na gut, weil sie es ist. Ich hab aber den Titel ge&#228;ndert, weil Bloggen f&#252;r mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Mai muss man &#252;ber Erdbeeren schreiben, &#252;ber Vater- und Muttertag und Bilder posten von Katzen auf dem R&#252;cken im Gras. Statt dessen wirft alle Welt mit St&#246;ckchen; ich dachte, an mir geht das vielleicht vorbei – <a href="http://adelhaid.wordpress.com/2013/05/12/ich-dachte-schon-mich-fragt-nie-jemand-this-is-how-i-work/" target="_blank">weit gefehlt</a>. Na gut, weil sie es ist. Ich hab aber den Titel ge&#228;ndert, weil Bloggen f&#252;r mich nicht Arbeit ist, sondern Spa&#223;vergn&#252;gen in der Freizeit. Und <a href="http://www.donnerhallen.de/2013/05/12/so-arbeiten-andere-bloggerinnen/" target="_blank">hier</a> ist eine Liste mit den Beitr&#228;gen der anderen.</p>
<p><b>Bloggerinnen-Typ</b>: Serien- und Gedenktagfixiert. Ich brauche Rituale.<br />
<b>Ger&#228;tschaften digital</b>: Vier Jahre alter Laptop mit Kabel-Internetz, zwei Kameras (eine kleine, eine gro&#223;e).<br />
<b>Ger&#228;tschaften analog</b>: Nix, was ich zum Bloggen br&#228;uchte.<br />
<b>Arbeitsweise</b>: Einfach Leben leben und warten, dass Ideen angeflogen kommen.</p>
<p><b>Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und zur Bookmark-Verwaltung?</b> Die Wiesenraute l&#228;uft mit WordPress, das mal dringend ein Update n&#246;tig h&#228;tte, aber ich trau mich nicht, weil ich Angst habe, das Ganze zu zerschie&#223;en. Auf dem Desktop des ollen Laptops liegt ein Word-Dokument mit dem Namen blog.dog (don’t ask), da schreibe ich rein. Recherchieren beginnt oft mit wilder Googelei, manchmal gucke ich aber auch in B&#252;cher. Ich lese ungef&#228;hr 50 RSS-Feeds als <em>Live Bookmarks</em> im Firefox, das ist eher wenig, ich wei&#223;, und wird radikal ausgetauscht, wenn ich mich beim Lesen langweile. &#220;brigens gibt es Blogs, die ich nicht lesen kann, obwohl ich sie thematisch interessant finde – weil sie schlecht geschrieben sind. Und umgekehrt lese ich manch mittelm&#228;&#223;ig spannendes Blog nur, weil jemand gut schreiben kann.</p>
<p><b>Wo sammelst du deine Blogideen?</b> Im Kopf. Wenn ich eine Idee habe, schreibe ich sie in besagtes Word-Dokument (mit handgefertigten Code-Tags!), schlafe eine Nacht dr&#252;ber (na ja, nicht immer; beim Tagebuchbloggen sowieso nicht) und &#228;ndere am n&#228;chsten Tag ein paar Dinge, weil ich pingelig mit Sprache bin. Wenn es fertig ist, kopiere ich es ins Blog, und erst wenn das ver&#246;ffentlicht ist, wird das andere gel&#246;scht.<br />
In blog.dog stehen keine Ideen, sondern nur so einzelne S&#228;tze, die ich dann meistens doch nicht verwende. Im Moment steht dort zum Beispiel: <em>In mildem Lichte Jakob Apfelb&#246;ck / Erschlug den Vater und die Mutter sein / Und schloss sie beide in den W&#228;scheschrank / Und blieb im Hause &#252;brig, er allein.</em> Das ist der Anfang eines lustigen Brecht-Gedichts, aber daraus wird wohl eher kein Blogeintrag, zumal ich das schon vertwittert habe. Wenn ich irgendwas in diesem Internetz nicht leiden kann, dann das Doppelt- und Dreifachverwerten von Dingen.<br />
Und nat&#252;rlich beinhaltet blog.dog eine Limericksammlung f&#252;r karge Zeiten, die wird immer mal wieder erg&#228;nzt.</p>
<p><b>Was ist dein bester Zeitspar-Trick /  Shortcut f&#252;rs Bloggen / im Internet?</b> &#196;h – mein Ziel ist nicht, zeitsparend zu bloggen. Ich schreibe gerne, und ich verwende gern viel Zeit f&#252;r die Verbesserung von Text. Der beste Zeitspar-Trick f&#252;r dieses Internetz ist, es nicht zu benutzen.</p>
<p><b>Benutzt du eine To-Do-List-App? Welche?</b> Nein. Ich schreibe manchmal per Hand To-Do-Listen, f&#252;r die Arbeit. Au&#223;erdem verfasse ich mit Hingabe Einkaufslisten, nur um sie dann zu Hause zu vergessen.</p>
<p><b>Gibt es neben Telefon und Computer ein Ger&#228;t, ohne das du nicht leben kannst?</b> Ohne Telefon kann ich sehr gut leben – die M&#246;glichkeit, st&#228;ndig erreichbar zu sein, macht mir Angst, und ich telefoniere nur, wenn es unbedingt sein muss. Ich halte ja die Waschmaschine f&#252;r eine der bahnbrechenden technischen Errungenschaften, und nat&#252;rlich den Kopierer, ohne den ich mir meine Arbeit nicht vorstellen kann. Aber das &#228;ndert sich bestimmt bald.</p>
<p><b>Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?</b> Och, ich kann viele Dinge ganz gut, wenn auch nicht besser als andere. Aber das reicht mir eigentlich.</p>
<p><b>Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?</b> Nichts. Multitasking &#252;berfordert mich. Das ist Erziehungssache, glaube ich; ich durfte fr&#252;her beim Hausaufgabenmachen nie Musik h&#246;ren – und jetzt kann ichs nicht, es lenkt mich ab.</p>
<p><b>Wie ist dein Schlafrhythmus – Nachtigall oder Lerche?</b> Lerche. Morgens fr&#252;h wach, auch in den Ferien, und die produktivste Zeit ist der Vormittag.</p>
<p><b>Eher introvertiert oder extrovertiert?</b> Introvertiert; ich spreche auch nicht so gerne, schon gar nicht morgens. Manchmal komme ich nat&#252;rlich nicht darum herum.</p>
<p><b>Wer sollte diese Fragen auch beantworten?</b> Wer will, bitte bedienen Sie sich.</p>
<p><b>Der beste Ratschlag, den du je bekommen hast?</b> „Stell dich nicht so an. Man muss sein ganzes Leben lang Dinge tun, die man noch nie getan hat.“</p>
<p><b>Noch irgendwas Wichtiges?</b> Schreiben hilft. Immer.
</p>
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		</item>
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		<title>Apfelbl&#252;te</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2013/05/09/apfelbluete/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 08:51:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Hach, der alte Apfelbaum. Der steht im Winter immer so kahl und knorrig im Garten, ein Specht hat vor ein paar Jahren ein Loch in seinen Stamm gebohrt, in dem jetzt eine Meisenfamilie wohnt, und nie k&#228;me man auf die Idee, dass er noch einmal bl&#252;ht.
Tut er aber doch, alle Jahre wieder.


]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hach, der alte Apfelbaum. Der steht im Winter immer so kahl und knorrig im Garten, ein Specht hat vor ein paar Jahren ein Loch in seinen Stamm gebohrt, in dem jetzt eine Meisenfamilie wohnt, und nie k&#228;me man auf die Idee, dass er noch einmal bl&#252;ht.<br />
Tut er aber doch, alle Jahre wieder.</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2013/05/apfelblute.JPG" align="texttop" width="430" height="285" hspace="10" vspace="10" border="1" />
</p>
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		<title>Im wundersch&#246;nen Monat Mai</title>
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		<pubDate>Sun, 05 May 2013 17:04:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Weil ich sie neulich mal im Konzert geh&#246;rt habe, besitze ich neuerdings Musik von dem Vokalensemble Singer Pur. Das Sextett – Sopran, drei Ten&#246;re, Bariton, Bass – tr&#228;gt, genauso wie in Gro&#223;britannien die King’s Singers, seinen Teil zur Rettung des heimatlichen Liedguts bei: SOS – Save Our Songs hei&#223;t die CD, f&#252;r die Komponisten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil ich sie neulich mal im Konzert geh&#246;rt habe, besitze ich neuerdings Musik von dem Vokalensemble <em>Singer Pur</em>. Das Sextett – Sopran, drei Ten&#246;re, Bariton, Bass – tr&#228;gt, genauso wie in Gro&#223;britannien die <em>King’s Singers</em>, seinen Teil zur Rettung des heimatlichen Liedguts bei: <a href="http://www.singerpur.de/index.php?page_id=5&#038;shop_id=1" target="_blank">SOS – Save Our Songs</a> hei&#223;t die CD, f&#252;r die Komponisten und Arrangeure deutsche Volkslieder neu arrangiert haben. Manche als traditionelle S&#228;tze mit den bekannten Harmonien (<em>Der Mai ist gekommen</em>, <em>Bunt sind schon die W&#228;lder</em>), andere sind sehr experimentell. In <em>Auf einem Baum ein Kuckuck sa&#223;</em> zum Beispiel, arrangiert von Wolf Kerschek, h&#246;rt man neben dem &#252;berlieferten Text (fett) und dem verz&#246;gernden <em>sim sa la bim</em> auch noch alles m&#246;gliche andere:</p>
<blockquote><p><em>Kuckuck, kuckuck, kuckuck.<br />
<b>Auf einem Baum ein Kuckuck sa&#223;.</b><br />
Was macht der Kuckuck? Im Fr&#252;hling? Wei&#223; nicht.<br />
Er kuckt. Er kuckt.<br />
Ach so.<br />
Du sch&#246;ner Kuckuck!<br />
<b>Da kam ein junger J&#228;gersmann.</b><br />
Da kommt ein J&#228;gersmann, ein J&#228;gersmann, ein junger J&#228;gersmann.<br />
Sieht gut aus…<br />
<b>Der schoss den armen Kuckuck tot.</b><br />
Der arme Kuckuck, der arme Kuckuck!<br />
Warum haben wir das gemacht? Den armen Kuckuck totgemacht.<br />
Warum?<br />
Der arme Kuckuck!<br />
<b>Und als ein Jahr vergangen war,</b><br />
Als ein Jahr vor&#252;ber war. Vor&#252;ber geht, vor&#252;ber geht. Vergangen war.<br />
<b>Da war der Kuckuck wieder da.</b><br />
Wie sch&#246;n, der Kuckuck lebt doch.<br />
Wie sch&#246;n, dass der Kuckuck wieder lebt.<br />
Er ist nicht totzukriegen. Wie hat er das gemacht?<br />
<b>Auf einem Baum ein Kuckuck sa&#223;.</b></em></p></blockquote>
<p>Nachdem ich diese Platte ein paar Mal geh&#246;rt hatte, hatte ich einen einzeiligen Ohrwurm – <em>Im wundersch&#246;nen Monat Mai…</em> – und danach ging es nicht weiter. Das musste ich googeln: Es ist das erste St&#252;ck aus Schumanns Liederzyklus <em>Dichterliebe</em> (nach Gedichten von Heinrich Heine) und geht sehr wohl weiter, wenn es auch sp&#228;ter ziemlich pl&#246;tzlich aufh&#246;rt.<br />
Zuerst wusste ich gar nicht, woher dieser Ohrwurm kam, aber dann habe ich <em>SOS</em> noch mal aufmerksam geh&#246;rt, und siehe da – der Arrangeur von <em>Der Kuckuck und der Esel</em>, René Veen, hat den Schumann-Schnipsel da hineingeschmuggelt. Was, zum Kuckuck, hat er sich dabei gedacht?</p>
<p><iframe width="430" height="322" src=" http://www.youtube.com/embed/cGO6wyHFClo?autohide=1&#038;controls=0&#038;fs=0&#038;iv_load_policy=3&#038;modestbranding=1&#038;rel=0&#038;info=0&#038;color=red"&#038; showinfo="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p style="line-height:1.0em;"><small>Fritz Wunderlichs angeblich immer noch beispielhafte Interpretation von den Salzburger Festspielen 1965. Ich habe jetzt ziemlich viele Versionen geh&#246;rt und finde diese gro&#223;artig, aber das ist ein reines Geschmacksurteil. Vor allem aber finde ich, dass es keine andere Tonfolge gibt, die besser zu den W&#246;rtern <em>Im wundersch&#246;nen Monat Mai</em> passt als diese.</small></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Wanderbaustelle</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2013/05/03/die-wanderbaustelle/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 May 2013 17:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Die Wanderbaustelle wandert seit dem letzten Sommer Fr&#252;hling im Ort umher. Man rei&#223;t Stra&#223;en auf, verlegt Rohre, und dann werden die Stra&#223;en wieder asphaltiert. Manchmal pflastert man auch B&#252;rgersteige neu, versch&#246;nert die Stra&#223;en durch Baumpflanzungen, legt neue Parkpl&#228;tze an. Den langen Winter &#252;ber ruhte die Wanderbaustelle in irgendeiner Nebenstra&#223;e, aber jetzt ist sie wieder aktiv.
Manchmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wanderbaustelle wandert seit dem letzten <del>Sommer</del> Fr&#252;hling im Ort umher. Man rei&#223;t Stra&#223;en auf, verlegt Rohre, und dann werden die Stra&#223;en wieder asphaltiert. Manchmal pflastert man auch B&#252;rgersteige neu, versch&#246;nert die Stra&#223;en durch Baumpflanzungen, legt neue Parkpl&#228;tze an. Den langen Winter &#252;ber ruhte die Wanderbaustelle in irgendeiner Nebenstra&#223;e, aber jetzt ist sie wieder aktiv.<br />
Manchmal gebiert sie auch Unterbaustellen oder verl&#228;ngert sich durch Teilung. Dann kann es passieren, dass man f&#252;r eine Strecke, die sonst eine Minute dauert, zehn braucht, weil man zwei Mal von tempor&#228;ren Ampeln aufgehalten wird. Fahrradfahrer und Fu&#223;g&#228;nger sind da eindeutig im Vorteil. Die k&#246;nnen auch mal durch den Sand stapfen, wenn es partout keine andere M&#246;glichkeit gibt hinzukommen, wo man hinwill.<br />
In offiziellen Verlautbarungen ist die Rede von Ortskernentwicklung, Fahrbahnsanierung, Erneuerung der Regenwassersch&#228;chte, von Bauabschnitten, der Dauer der Gesamtma&#223;nahme und davon, dass wegen der Erneuerung der Fahrbahndecke auf der Hauptstra&#223;e einige Tage lang eine Vollsperrung den Verkehr behindern wird.<br />
Das ist jetzt.<br />
Die Hauptstra&#223;e war l&#228;ngere Zeit ein bevorzugter Aufenthaltsort der Wanderbaustelle gewesen und sah bis vor ein paar Tagen eigentlich ziemlich vollendet aus. Aber jetzt erneuert man zur Sicherheit wohl doch noch einmal den Asphalt, und daf&#252;r muss die Stra&#223;e nat&#252;rlich gesperrt werden.<br />
Die Hauptstra&#223;e ist die einzige ihrer Art, sie durchquert den Ort von West nach Ost und &#252;berbr&#252;ckt also auch das Fl&#252;sschen. Die Br&#252;cke ist zwar nicht die einzige weit und breit, aber doch so zentral, dass man riesige Umwege fahren muss, wenn sie gesperrt ist. Nun gut, in Gro&#223;st&#228;dten w&#228;ren das keine riesigen Umwege, aber hier sind sie doch so gro&#223;, dass Kollegen zu sp&#228;t zur Arbeit kommen und andere pl&#246;tzlich zu Fahrradfahrern werden.<br />
Unsere winzige Nebenstra&#223;e ist jetzt Sackgasse; heute h&#228;tten gleich drei M&#252;llwagen kommen sollen – keiner traute sich hier herein. Und wenn die Nachbarin und ich vorhin nicht verbotener- weise und todesmutig die gesperrte Stra&#223;e &#252;berquert und dabei riskiert h&#228;tten, f&#252;r immer am frischen Teer festzukleben, wir w&#228;ren jetzt noch nicht zu Hause.<br />
Dieser Ort hat 80 Stra&#223;en, und ich glaube, die Wanderbaustelle wird sie alle besuchen. Sie wandert einfach immer weiter, wandert, wandert, und irgendwann wird sie sich in der Seniorenresidenz niederlassen und dort f&#252;r Dreck, L&#228;rm und Unruhe sorgen.<br />
So ist sie eben.
</p>
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		<title>Fluss (27)</title>
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		<pubDate>Wed, 01 May 2013 10:08:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[
.
Draufklicken &#246;ffnet die Serie.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://wiesenraute.de/fluss/"><img src="/wp-content/uploads/2013/05/fluss53.JPG" align="texttop" width="430" height="201" hspace="10" vspace="10" border="1" /></a><br />
<font color="white">.</font><br />
<small>Draufklicken &#246;ffnet die Serie.</small></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Limerick (93)</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Apr 2013 10:37:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Ethnologists up with the Sioux
wired home for two punts, one canoe.
The answer, next day,
said: GIRLS ON THE WAY
BUT WHAT THE HELL IS A PANOE?

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ethnologists up with the Sioux<br />
wired home for two punts, one canoe.<br />
The answer, next day,<br />
said: GIRLS ON THE WAY<br />
BUT WHAT THE HELL IS A PANOE?
</p>
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		<title>Kultur</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 19:42:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Hier auf dem Lande ist es so: Es gibt wenig Kultur, aber es gibt trotzdem Leute, die sich f&#252;r Kultur interessieren. Sie organisieren sich im Kulturverein. Der Kulturverein hat Mitglieder, die bezahlen so ungef&#228;hr 13 Euro pro Jahr, daf&#252;r bekommen sie einmal im Monat das Programm in den Briefkasten (ohne Briefmarke, das tragen Leute eigenh&#228;ndig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier auf dem Lande ist es so: Es gibt wenig Kultur, aber es gibt trotzdem Leute, die sich f&#252;r Kultur interessieren. Sie organisieren sich im Kulturverein. Der Kulturverein hat Mitglieder, die bezahlen so ungef&#228;hr 13 Euro pro Jahr, daf&#252;r bekommen sie einmal im Monat das Programm in den Briefkasten (ohne Briefmarke, das tragen Leute eigenh&#228;ndig aus) und Erm&#228;&#223;igung auf Eintritte und Fahrten. Er hat auch Leute, die m&#246;chten gern etwas organisieren, und dann organisieren sie Lesungen und Vernissagen lokaler K&#252;nstler und F&#252;hrungen f&#252;r historisch Interesssierte und Fahrten zu Veranstaltungen in den gro&#223;en St&#228;dten.<br />
F&#252;r diese Fahrten mietet man einen Bus, und nat&#252;rlich kennt man das Busfahrerehepaar, es ist ja auch aus der Gegend, und es d&#252;rfen auch G&#228;ste mit, nicht nur Mitglieder. Dann sitzt man zusammen in dem Bus und f&#228;hrt in die gro&#223;e Stadt, und die Organisierer machen Ansagen durch das Mikrofon, dass diese Fahrt doch eine besonders sch&#246;ne sei, und wie sehr man sich auf die Veranstaltung freue. Und in dem Bus sitzt ein Kind, und dann kommt drei&#223;ig Jahre lang niemand, und dann komme ich, und dann kommt zwanzig Jahre lang niemand, und dann kommen all die alten Damen und Herren, die ein bisschen l&#228;nger brauchen, um in den Bus zu steigen und wieder hinaus. Und trotzdem ist man viel zu fr&#252;h losgefahren und hat noch massig Zeit in der gro&#223;en Stadt und kann noch Kaffee trinken in der Sonne und durch die Altstadt spazieren.<br />
Dann kommt <a href="http://www.oper-hannover.de/oper/index.php?m=105&#038;f=03_werkdetail&#038;ID_Stueck=251" target="_blank">diese</a> gro&#223;artige Veranstaltung mit <a href="http://www.welt.de/regionales/hamburg/article2975684/Die-Frau-an-ihrer-Seite.html" target="_blank">diesen</a><br />
<a href="http://www.zeit.de/2009/10/Kit-Armstrong/komplettansicht" target="_blank">beiden</a> absolut beeindruckenden Musikern (beide Artikel vier Jahre alt, aber trotzdem die besten).<br />
Und dann klettert man wieder m&#252;hsam in den Bus, das Busfahrerehepaar sorgt f&#252;r Verwirrung, weil es einen ganz anderen Weg f&#228;hrt als auf der Hinfahrt, und die Organisierer machen Ansagen durch das Mikrofon, dass diese Fahrt doch eine besonders sch&#246;ne gewesen sei, und wie sehr man sich auf die n&#228;chste Veranstaltung freue. Und dass dort wieder nicht nur Mitglieder mitd&#252;rften, sondern auch G&#228;ste. Dann gibt es noch eine liebevoll eingepackte S&#252;&#223;igkeit, und man unterh&#228;lt sich lebhaft &#252;ber dies und das und Kultur. Nur das Kind spielt an irgendeiner Konsole.<br />
Und dann ist man wieder daheim, verabschiedet sich, geht nach Hause und ist sehr befriedigt wegen der Kultur, der man beigewohnt hat. So ist das hier auf dem Lande.
</p>
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		<title>Zeiten</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2013/04/18/zeiten/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 20:06:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Im gesprochenen Deutsch gehen wir mit Pr&#228;sens und Perfekt so inflation&#228;r um, dass der chronisch falsche Gebrauch des Plusquamperfekts eigentlich kein Grund zur Aufregung sein sollte. Dennoch gibt es Leute, die sind pikiert, wenn jemand einfach so sagt „gestern war ich im Kino gewesen“, ohne dass da eine Vorzeitigkeit vorl&#228;ge.
Allerdings habe ich mal eine Situation [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im gesprochenen Deutsch gehen wir mit Pr&#228;sens und Perfekt so inflation&#228;r um, dass der chronisch falsche Gebrauch des Plusquamperfekts eigentlich kein Grund zur Aufregung sein sollte. Dennoch gibt es Leute, die sind pikiert, wenn jemand einfach so sagt „gestern war ich im Kino gewesen“, ohne dass da eine Vorzeitigkeit vorl&#228;ge.<br />
Allerdings habe ich mal eine Situation erlebt, in der das Plusquamperfekt ohne Vorzeitigkeit total angemessen war: Im Bus wollte jemand am Wismarplatz aussteigen, hatte auch ordnungsgem&#228;&#223; rechtzeitig den Knopf gedr&#252;ckt, allein – der Busfahrer war in Gedanken und fuhr aus Versehen einfach an der Haltestelle vorbei. Anstatt zu br&#252;llen „Ey, anhalten!“ oder „Idiot, ich will hier aussteigen!“ sagte dieser Fahrgast sehr trocken, aber im ganzen Bus vernehmlich: „Das war der Wismarplatz gewesen.“ Unumst&#246;&#223;liche Tatsache: An dieser Haltestelle ist vorbeigefahren worden, das mit dem Wismarplatz ist vollendete Vergangenheit, das k&#246;nnen wir endg&#252;ltig vergessen. (Es war dann gar nicht so; der Busfahrer entschuldigte sich umgehend, hielt gegen alle Regeln zwanzig Meter hinter der Haltestelle an und lie&#223; die Frau aussteigen.)<br />
Ich w&#252;rde so ein unzeitgem&#228;&#223;es Plusquamperfekt nicht benutzen, aber ich finde es eher am&#252;sant, ebenso wie das doppelte Perfekt („wir sind bis dort vorgedrungen gewesen“) oder das doppelte Plusquamperfekt („das hatte ich mir fast schon gedacht gehabt“). Perfekt II, Super-Perfekt, Ultra-Perfekt – vom kreativen Umgang mit der deutschen Sprache.<br />
Das epische Pr&#228;teritum ist genauso super. In meiner Klasse (einer achten; die sind ungef&#228;hr 14 Jahre alt) stellte k&#252;rzlich jemand scherzhaft den aus einem l&#228;ngeren erz&#228;hlenden Text stammenden Satz „sein Name war Andrej“ in Frage: „Wie jetzt, hat er seinen Namen inzwischen ge&#228;ndert, oder was?“. Ich, sofort hellwach, zitierte umgehend K&#228;te Hamburger: „Morgen war Weihnachten.“ Folgte eine lebhafte Diskussion &#252;ber die grammatische Funktion des Pr&#228;teritums und dessen Gebrauch in der Literatur. Den Unterschied verstehen auch Vierzehnj&#228;hrige.<br />
Gro&#223;artig, was Sprache alles kann.
</p>
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		<title>Ein paar Gr&#252;nde, warum ich gerne mit Zehn- bis Zw&#246;lfj&#228;hrigen zu tun habe</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Apr 2013 18:41:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[J. h&#228;lt mir nach der Stunde ein St&#252;ck Knabbergeb&#228;ck vor die Nase und sagt: Das m&#252;ssen Sie unbedingt probieren! Ich probiere brav, obwohl ich gerade erst gefr&#252;hst&#252;ckt habe – es schmeckt nach Tomatensuppe. Ich verziehe theatralisch das Gesicht, J. liegt am Boden vor Lachen.
Es ist zu laut in einer Phase, in der ich allenfalls Gefl&#252;ster [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>J. h&#228;lt mir nach der Stunde ein St&#252;ck Knabbergeb&#228;ck vor die Nase und sagt: Das m&#252;ssen Sie unbedingt probieren! Ich probiere brav, obwohl ich gerade erst gefr&#252;hst&#252;ckt habe – es schmeckt nach Tomatensuppe. Ich verziehe theatralisch das Gesicht, J. liegt am Boden vor Lachen.</p>
<p>Es ist zu laut in einer Phase, in der ich allenfalls Gefl&#252;ster h&#246;ren sollte. Ich drohe: Wenn das so weitergeht, schicke ich euch alle in den Fl&#252;sterkurs vom Kollegen H. Sofort ist es totenstill. Dabei gibt es diesen Fl&#252;sterkurs gar nicht.</p>
<p>C. sitzt im Unterricht und l&#228;sst seine Armbanduhr vor dem Gesicht hin- und herpendeln. Auf meine Frage, was er da treibe, sagt er: Ich versuche Sie zu hypnotisieren, so dass Sie den n&#228;chsten Vokabeltest vergessen.</p>
<p>Durchs Fenster sieht man ein Eichh&#246;rnchen auf einem Baum herumturnen. Ich behaupte: Das ist Christian, der Namenspatron unserer Schule. Voller Ehrfurcht schauen sie Christian beim Turnen zu. Erst beim n&#228;chsten Mal, als dort gleich drei Eichh&#246;rnchen turnen, werden sie misstrauisch.</p>
<p>B. fragt mich beim Hereinkommen, ob ich einen Regenschirm dabei habe. Warum sollte ich? Weil dem hinter ihm sitzenden J. total schlecht sei, und falls der sich &#252;bergeben m&#252;sse, k&#246;nne er selbst sich mit dem Regenschirm sch&#252;tzen. J. tr&#228;gt zu diesem Thema mit Leidensmiene bei, dass ihm das oft so gehe, dass es ganz pl&#246;tzlich alles herauskomme, und er k&#246;nne nichts dagegen machen.</p>
<p>Im Englischbuch Klasse 6 gibt es einen Text &#252;ber Elvis, und wenn wir den lesen, sage ich immer: Hausaufgabe: Erkundigt euch bei euren Gro&#223;eltern oder im Internet, wie man Rock’n’Roll tanzt, in der n&#228;chsten Stunde m&#252;sst ihr alle vortanzen. Ach, die bangen Blicke am Anfang der n&#228;chsten Stunde.</p>
<p>Wir schreiben jede Woche einen Vokabeltest, aber wenn ich viel zu tun habe, vergesse ich manchmal, einen vorzubereiten. Neulich auch; ich habe kaum den Raum betreten und noch nichts gesagt, als L. mir entgegenruft: Sie haben heute doch bestimmt den Vokabeltest vergessen, oder? Ich bin so verbl&#252;fft, dass ich auch noch vergesse, die Vokabeln m&#252;ndlich abzufragen.
</p>
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		<title>Limerick (92)</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Apr 2013 16:12:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Anon., Idem, Ibid. and Trad.
wrote much that is morally bad:
Some ballads, some shanties,
all poems on panties –
and limericks too, one must add.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anon., Idem, Ibid. and Trad.<br />
wrote much that is morally bad:<br />
Some ballads, some shanties,<br />
all poems on panties –<br />
and limericks too, one must add.
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die H&#252;bschigkeit der Schauspieler (22)</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Apr 2013 14:07:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[The Game, 1997, mit Michael Douglas, Sean Penn, Deborah Kara Unger
Zum Gl&#252;ck ist diesmal wieder der Haustheologe als Gast dabei; er liefert flugs eine Deutung des Films, mit der wir alle leben k&#246;nnen: Es sei doch eine uralte religi&#246;se Geschichte, sagt er, dass jemand durch negative Erfahrungen gel&#228;utert werde. Am Schluss stehe er als besserer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><b><em>The Game</em></b>, 1997, mit Michael Douglas, Sean Penn, Deborah Kara Unger</p>
<p>Zum Gl&#252;ck ist diesmal wieder der Haustheologe als Gast dabei; er liefert flugs eine Deutung des Films, mit der wir alle leben k&#246;nnen: Es sei doch eine uralte religi&#246;se Geschichte, sagt er, dass jemand durch negative Erfahrungen gel&#228;utert werde. Am Schluss stehe er als besserer Mensch da und habe auch eine neue Frau verdient. Der Satz des Bruders – „Ich musste etwas tun, du warst auf dem besten Weg, ein Arschloch zu werden“ – sei ein ultimativer Satz von jemandem, der sich k&#252;mmert. Solche Menschen w&#252;nsche man sich um sich herum.<br />
So. Deutung fertig. So weit, so vorhersehbar.<br />
Der Film l&#228;dt zudem dazu ein, &#252;ber die Berechenbarkeit von Menschen nachdenken – aber das hie&#223;e zugleich, sich &#252;ber den mangelnden Realismus zu beschweren. Das hat aber diesmal offensichtlich niemand vor, deshalb lassen wir das Thema aus.<br />
Statt dessen reden wir &#252;ber den Grusel – aushaltbar, selbst f&#252;r die schreckhaften Gem&#252;ter unter uns – und dar&#252;ber, ob die Ballereien und Verfolgungsjagden h&#228;tten fehlen k&#246;nnen. H&#228;tten sie.<br />
Jemand ist krank, wer anders im Stress, wieder jemand anders hat ein Fr&#252;chtebrot mitgebracht. Auf dem R&#252;ckweg verfahren wir uns wie immer. Etwas in uns str&#228;ubt sich, den richtigen Weg zu finden, aus Protest, weil der Kollege mit der gro&#223;en Leinwand und dem Sofa jetzt so weit weg wohnt. Sp&#228;t in der Nacht, die Stra&#223;enlaternen in unserem Dorf sind l&#228;ngst ausgeschaltet, sind wir endlich zu Hause.
</p>
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