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	<title>Wiesenraute.</title>
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	<pubDate>Sun, 13 May 2012 18:00:58 +0000</pubDate>
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		<title>Neue Zeiten</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 17:58:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Fu&#223;ball scheidet die Geister. Es gibt Leute, die mit Leidenschaft Spiele sehen, gar lesen, und es gibt andere, die nichts spannender finden als die Interviews nach dem Spiel zu h&#246;ren, in denen Spieler und Trainer ihre Sicht auf das Spiel darlegen.
Spannend ist es zum Beispiel, dar&#252;ber nachzudenken, ob es der Anstand eines Spielers oder dessen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fu&#223;ball scheidet die Geister. Es gibt Leute, die mit Leidenschaft Spiele sehen, gar <em>lesen</em>, und es gibt andere, die nichts spannender finden als die Interviews nach dem Spiel zu h&#246;ren, in denen Spieler und Trainer ihre Sicht auf das Spiel darlegen.<br />
Spannend ist es zum Beispiel, dar&#252;ber nachzudenken, ob es der Anstand eines Spielers oder dessen Medienberater ist, der ihn auf eine Frage wie „Ist der Pokalgewinn jetzt noch mal was ganz anderes als die Meisterschaft?“ wortreicher und detaillierter als mit einem h&#246;flichen Ja antworten l&#228;sst. Spannend ist auch die Sache mit dem Pr&#228;sens.<br />
Es ist nicht das szenische Pr&#228;sens, das einer Vergangenheits- erz&#228;hlung j&#228;he und unmittelbare Gegenw&#228;rtigkeit verleiht: „Das Spiel pl&#228;tscherte so dahin,“ m&#252;sste etwa ein Spieler sagen, „aber pl&#246;tzlich spielt mir Alaba, v&#246;llig unbedr&#228;ngt, an der Mittellinie den Ball vor die F&#252;&#223;e, ich drehe mich um, neben mir startet blitzartig Lewandowski…“. Es ist auch nicht das generelle Pr&#228;sens, das allgemeing&#252;ltige, zeitlose Wahrheiten benennt: „So einen Ball muss man reinmachen!“<br />
Nein, es ist erstens ein Pr&#228;sens, das Vergangenes beschreibt – man k&#246;nnte es historisches Pr&#228;sens nennen, l&#228;ge das beschriebene Ereignis nicht erst ein paar Minuten zur&#252;ck: „Wenn man sieht, was wir f&#252;r Gegentore bekommen, was wir f&#252;r Fehler machen vor den Gegentoren, dann ist das bitter“, sagte zum Beispiel der nassgeschwitzte Herr Lahm unmittelbar nach dem Spiel. Zweitens kann dieses Pr&#228;sens in ungenierter Art und Weise als Konjunktiv-Ersatz verwendet werden: „Wenn Weidenfeller vorsichtiger ist, muss der Schiedsrichter keinen Elfmeter pfeifen.“ Tatsache ist, Weidenfeller war <em>nicht</em> vorsichtig, der Schiedsrichter <em>pfiff</em> Elfmeter und das war das 1:1, daran l&#228;sst sich hinterher im Interview leider gar nichts mehr &#228;ndern.<br />
Man kann es nicht anders sagen – dieses Pr&#228;sens ist falsch. Aber ist es deshalb ein Hinweis auf den Verfall der deutschen Sprache? Mitnichten. Dass es wieder einmal der Fu&#223;ball ist, dieser stete Quell sprachlicher Verz&#252;ckung, der keck und furchtlos seinen Beitrag zum Sprachwandel leistet, verdient allerh&#246;chste Anerkennung.<br />
Das Fu&#223;ball-Pr&#228;sens, es lebe hoch.
</p>
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		<title>Limerick (83)</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2012/05/10/limerick-83/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 18:55:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[This poem is copyright &#169;
by the author, 1983.
Prior written consent
is required to present
it on radio, film, or TV.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>This poem is copyright &#169;<br />
by the author, 1983.<br />
Prior written consent<br />
is required to present<br />
it on radio, film, or TV.
</p>
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		<title>Birken im Fr&#252;hling</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2012/05/06/birken-im-fruehling/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 08:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[
.
Die Birke ist, zumal im Fr&#252;hling, ein polarisierender Baum – den Allergikern kommen die Tr&#228;nen, sobald sie sie von Weitem sehen, und wenn sie bl&#252;ht, bespuckt sie die unter ihr parkenden Autos und alle Fenster in der Nachbarschaft. Andererseits produziert sie die frischesten Gr&#252;nt&#246;ne, die man je gesehen hat, dient als Hommage an unsere finnischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://wiesenraute.de/2012/02/12/drei-birken/"><img src="/wp-content/uploads/2012/05/fruhlingsbirken.JPG" align="texttop" width="430" height="278" hspace="10" vspace="10" border="1" /></a><br />
<font color="white">.</font><br />
Die Birke ist, zumal im Fr&#252;hling, ein polarisierender Baum – den Allergikern kommen die Tr&#228;nen, sobald sie sie von Weitem sehen, und wenn sie bl&#252;ht, bespuckt sie die unter ihr parkenden Autos und alle Fenster in der Nachbarschaft. Andererseits produziert sie die frischesten Gr&#252;nt&#246;ne, die man je gesehen hat, dient als Hommage an unsere finnischen Freunde und ist das Symbol f&#252;r Fruchtbarkeit und Neubeginn schlechthin. Mit dem Maibaum holt man sich das ins Dorf.</p>
<blockquote><p>Thus speaks the coppery Venus<br />
through the virgin softness of Birch,<br />
which is delicately rooted<br />
and drinks in the light.<br />
“O Man, work on your soul<br />
in tenderness,<br />
admire lovingly the beauty<br />
of the world.”</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein Ausflug, ein Ausflug</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 18:33:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Stundenlang &#252;ber Land durchs rurale Niedersachsen gej&#246;kelt, die Autobahn vermieden, statt dessen beschleunigt, abgebremst, beschleunigt, abgebremst. Unterwegs auf der Stra&#223;e der Romanik, aber nicht nur. Maib&#228;ume gesehen, Fachwerkh&#228;user, unterschiedlich hohe Scheunentore, paar Dinge &#252;ber Lothar III. von S&#252;pplingenburg gelernt. Das R&#228;tsel der beiden totgeschossenen Hasen, die am Dom von K&#246;nigslutter ihren J&#228;ger aufkn&#252;pfen, nicht gel&#246;st, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stundenlang &#252;ber Land durchs rurale Niedersachsen gej&#246;kelt, die Autobahn vermieden, statt dessen beschleunigt, abgebremst, beschleunigt, abgebremst. Unterwegs auf der Stra&#223;e der Romanik, aber nicht nur. Maib&#228;ume gesehen, Fachwerkh&#228;user, unterschiedlich hohe Scheunentore, paar Dinge &#252;ber Lothar III. von S&#252;pplingenburg gelernt. Das R&#228;tsel der beiden totgeschossenen Hasen, die am Dom von K&#246;nigslutter ihren J&#228;ger aufkn&#252;pfen, nicht gel&#246;st, aber die Forschung r&#228;tselt offensichtlich auch noch. Gewundert, wer alles mal in Helmstedt gewohnt hat – Giordano Bruno, Carl Friedrich Gau&#223; – und dass es dort eine bekannte Universit&#228;t gab. Goldschlange, der perfekte Wasserschlauch.<br />
Das Gelb und Gelb von Raps und Butterblumen, dann doch mal kurz Autobahn, doch mal kurz r&#252;ber nach Sachsen-Anhalt. G&#220;St Marienborn, das passt nicht ganz zur Romanik, aber wenn man schon mal da ist. Geh&#246;rt, wie angesichts der Ausstellungsst&#252;cke einem Kind umst&#228;ndlich erkl&#228;rt wurde, warum das W&#228;hlen mit einem W&#228;hlscheibentelefon viel l&#228;nger dauert. Dann zur&#252;ck nach Niedersachsen, zur&#252;ck auf die Landstra&#223;en, zur&#252;ck zur Romanik: Klosterkirche Mariental, mit diesem Graffito von 1698:</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2012/05/weberlin.JPG" align="texttop" width="430" height="322" hspace="10" vspace="10" border="1" /><br />
<font color="white">.</font><br />
Das war unterhaltsam und lehrreich, aber ziemlich viel Landstra&#223;e. An dem Projekt, jeden Ort in unserem Landkreis mindestens einmal zu besuchen, nehme ich &#252;brigens nicht teil.
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Common Sense</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2012/04/30/common-sense/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 19:03:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[
.
Das ist ein Screenshot aus der allerersten Minute des Films Four Weddings and a Funeral von 1994. Ich habe die Aufschrift auf der Cornflakespackung immer f&#252;r einen Witz gehalten, eine geheime Auskunft &#252;ber die beiden Personen, die das zum Fr&#252;hst&#252;ck essen, Gareth und Matthew n&#228;mlich.
Dabei gab es Kellogg’s Common Sense-Zerealien wirklich in den 90er Jahren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/2012/04/common-sense.jpg" align="texttop" width="430" height="147" hspace="10" vspace="10" border="1" /><br />
<font color="white">.</font><br />
Das ist ein Screenshot aus der allerersten Minute des Films <em>Four Weddings and a Funeral</em> von 1994. Ich habe die Aufschrift auf der Cornflakespackung immer f&#252;r einen Witz gehalten, eine geheime Auskunft &#252;ber die beiden Personen, die das zum Fr&#252;hst&#252;ck essen, Gareth und Matthew n&#228;mlich.<br />
Dabei gab es <a href="http://www.youtube.com/watch?v=jO7lMpts5kg">Kellogg’s Common Sense</a>-Zerealien wirklich in den 90er Jahren, der Szenenbildner musste also nur einmal im Supermarkt einkaufen gehen. Inzwischen ist die Produktion eingestellt worden.<br />
Auch wenn die Packung „echt“ ist, ist die Aufschrift nat&#252;rlich immer noch interpretierbar, genau wie die Tatsache, dass man sie spiegelverkehrt sieht. Auch liegt dahinter die Brille, die Matthew in genau einer Filmszene tr&#228;gt – ganz am Schluss, nach der verpfuschten vierten Hochzeit. Das hat bestimmt auch irgendwas zu bedeuten.</p>
<p><small>(Filed under: Informationen, die die Welt nicht braucht.)</small>
</p>
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		</item>
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		<title>Figuren fahren</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2012/04/26/karten-fahren/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 19:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[

Letters inscribed into the earth itself.
Paul Auster, City of Glass

In Paul Austers Roman City of Glass gibt es einen Krimiautor namens Daniel Quinn, oder auch Paul Auster, der einen gewissen Peter Stillman Sr. beschattet. Er folgt ihm auf seinen Wegen durch New York und stellt irgendwann zuf&#228;llig fest, dass dieser Stillman Buchstaben geht. 

Da schimmert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="line-height:11px">
<blockquote><small>
<p style="text-align:right;">Letters inscribed into the earth itself.<br />
Paul Auster, <em>City of Glass</em></p>
<p></small></p></blockquote>
<p>In Paul Austers Roman <em>City of Glass</em> gibt es einen Krimiautor namens Daniel Quinn, oder auch Paul Auster, der einen gewissen Peter Stillman Sr. beschattet. Er folgt ihm auf seinen Wegen durch New York und stellt irgendwann zuf&#228;llig fest, dass dieser Stillman Buchstaben geht. </p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2012/04/city-of-glass.JPG" align="texttop" width="430" height="353" hspace="10" vspace="10" border="1" /><br />
<small>Da schimmert das „W” durch.</small></p>
<p>Diese Buchstaben – OWEROFBAB – vervollst&#228;ndigt der Detektiv zu <em>The Tower of Babel</em> und erschrickt ob dieser allzu bedeutungsvollen Botschaft.<br />
Michael Wallace, ein K&#252;nstler aus Baltimore, macht das auch, aber mit dem Fahrrad und mit GPS. Heraus kommen “<a href=http://www.wallygpx.com/#!new!-spring-2012-map-gallery!>virtuelle Geoglyphen</a>“, seltsam konkrete Figuren, die man in der Stadt nicht vermutet h&#228;tte. Niemand muss darob erschrecken. Nachahmenswert ist es allemal.
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kurze Erinnerung</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2012/04/22/kurze-erinnerung/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 13:40:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[„[F]&#252;r mich steht jede Erz&#228;hlung, ob explizit oder nicht, ‚in der ersten Person’, da ihr Erz&#228;hler sich selbst jederzeit, so es ihn danach gel&#252;stet, mit diesem Pronomen bezeichnen kann.“
Gerard Genette, Die Erz&#228;hlung, M&#252;nchen 21998, S. 257
Aus gegebenem Anlass. Und: Erz&#228;hltheorie und Erz&#228;hlpraxis sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Erz&#228;hler tun st&#228;ndig Dinge, die ihnen theoretisch verboten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„[F]&#252;r mich steht jede Erz&#228;hlung, ob explizit oder nicht, ‚in der ersten Person’, da ihr Erz&#228;hler sich selbst jederzeit, so es ihn danach gel&#252;stet, mit diesem Pronomen bezeichnen kann.“<br />
<small>Gerard Genette, Die Erz&#228;hlung, M&#252;nchen <sup>2</sup>1998, S. 257</small></p>
<p>Aus gegebenem Anlass. Und: Erz&#228;hltheorie und Erz&#228;hlpraxis sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Erz&#228;hler tun st&#228;ndig Dinge, die ihnen theoretisch verboten sind, Leser akzeptieren bereitwillig alles M&#246;gliche, weil ihnen gar nicht viel anderes &#252;brig bleibt.<br />
Meine Grenze ist erreicht, wenn in einem Krimi die interne Fokali- sierung auf dem T&#228;ter liegt, ohne dass man zu dem Zeitpunkt schon wei&#223;, dass es der T&#228;ter ist. Das ist in einem Fred-Vargas-Krimi (zeitweise) so, in dem mit den W&#246;lfen, glaube ich, und, ber&#252;hmter, in Agatha Christies <em>The Murder of Roger Ackroyd</em>. Da schmei&#223;e ich hinterher das Buch in die Ecke und bin pers&#246;nlich beleidigt.
</p>
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		<title>So/nicht</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 21:23:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Konferenz. Zeit f&#252;r eine neue Liste.
So geht’s

vor einem Redebeitrag Ritalin einnehmen – zur Zeit gerade am Laufen sein – finnische W&#246;rter perfekt aussprechen – Unterricht in Gesundheitslehre – Selbstlernlandschaft – drau&#223;en einen Kinderwagen vorbeischieben – Problemzonen vermeiden – Eskalat – ungemeinsame Treffen – Sch&#252;ler melden – die falsche Protokollantin sein – die Versetzung vers&#228;gen, weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Konferenz. Zeit f&#252;r eine neue Liste.</p>
<p><b>So geht’s</b><br />
<blockquote>
vor einem Redebeitrag Ritalin einnehmen – zur Zeit gerade am Laufen sein – finnische W&#246;rter perfekt aussprechen – Unterricht in Gesundheitslehre – Selbstlernlandschaft – drau&#223;en einen Kinderwagen vorbeischieben – Problemzonen vermeiden – Eskalat – ungemeinsame Treffen – Sch&#252;ler melden – die falsche Protokollantin sein – die Versetzung vers&#228;gen, weil der Rucksack leichter war – Luxusprobleme erfinden</p></blockquote>
<p><b>So nicht</b><br />
<blockquote>
Ereignisse umsetzen – H&#246;rsaalcharakter haben – der Inklusion kritisch gegen&#252;berstehen – so tun, als w&#252;rde man nicht lange reden – lange reden – Abwesenheit von Gefl&#252;gelsalat – einfach den Schwerpunkt verr&#252;cken – der Trolley an sich – Abiball in den Kalender eintragen – die feierliche Stimmung zum Kippen bringen – hochkar&#228;tige Veranstaltungen organisieren</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Limerick (82)</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2012/04/17/limerick-82/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 14:15:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Es gibt tats&#228;chlich Mitglieder im VHMLH, die es – ganz im Gegensatz zu den beiden Vorsitzenden – f&#252;r ihre Pflicht halten, ab und zu dem Gott des Metalimericks zu huldigen. Zu ihnen geh&#246;rt die gesch&#228;tzte Kollegin im Schafspelz. Sie kokettiert immer mit ihrem schlechten Englisch, aber f&#252;r Metalimericks reicht es gerade so.
Die Entstehungsgeschichte hat noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt tats&#228;chlich Mitglieder im <a href="http://wiesenraute.de/vhmlh/">VHMLH</a>, die es – ganz im Gegensatz zu den beiden Vorsitzenden – f&#252;r ihre Pflicht halten, ab und zu dem Gott des Metalimericks zu huldigen. Zu ihnen geh&#246;rt die gesch&#228;tzte Kollegin <a href="https://twitter.com/#!/missmaple506">im Schafspelz</a>. Sie kokettiert immer mit ihrem schlechten Englisch, aber f&#252;r Metalimericks reicht es gerade so.<br />
Die Entstehungsgeschichte hat noch einen anderen Hintergrund, den kann man allerdings nicht erkl&#228;ren, ohne jemanden zu beleidigen.</p>
<p><em><small>f&#252;r Gert</small></em><br />
Dear father in heaven (or sky?),<br />
forgive me, that me – sorry! – I<br />
can&#8217;t speak English so well<br />
and that <strike>me</strike> I – f***ing hell! –<br />
cannot make my limericks fi<br />
ne. Amen.
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schnipsel</title>
		<link>http://wiesenraute.de/2012/04/15/schnipsel/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 12:16:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Beim Unterfangen, den SUB abzuarbeiten, bin ich an Jeanette Wintersons autobiografisches Buch Why be happy when you could be normal geraten – sehr empfehlenswert. Eine ziemlich krasse Erziehungsgeschichte, die man teilweise aus Oranges are not the only fruit kennt, aber erweitert um die Adoption und die Suche nach der leiblichen Mutter. Das alles in bew&#228;hrtem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Unterfangen, den SUB abzuarbeiten, bin ich an Jeanette Wintersons autobiografisches Buch <em>Why be happy when you could be normal</em> geraten – sehr empfehlenswert. Eine ziemlich krasse Erziehungsgeschichte, die man teilweise aus <em>Oranges are not the only fruit</em> kennt, aber erweitert um die Adoption und die Suche nach der leiblichen Mutter. Das alles in bew&#228;hrtem aphoristischem Winterson-Stil – man ist versucht, das Ganze f&#252;r eine brillant ausgedachte Fiktion zu halten. Besonders toll, dass in diesem Buch B&#252;cher Leben retten: Um der tristen Kindheit zu entfliehen, beschlie&#223;t die Erz&#228;hlerin, in der Stadtb&#252;cherei das Regal <em>English Literature in Prose A – Z</em> von vorn bis hinten durchzulesen. Sie kommt bis O, bis zur Kurzgeschichte <a href="http://gaslight.mtroyal.ca/opendoor.htm"><em>The open door</em></a> von Mrs. Oliphant, dann geht sie nach Oxford.<br />
<a href="http://www.bookforum.com/inprint/1805/8900">Hier</a> ist eine Rezension zu Wintersons Buch, <a href="http://www.ongo.com/preview_article.php?a=2191343">hier</a> ein Auszug aus dem Buch mit dem Titel <em>All about my mother</em> mit einem Foto der b&#246;sen Adoptivmutter Mrs. Winterson.<br />
#<br />
Mit Sch&#252;lern in der Freitagsmatinee des <a href="http://englishtheatre.de/home/">English Theatre of Hamburg</a> – Shakespeare, The Comedy of Errors. Ich habe das St&#252;ck auch noch nie gelesen oder gesehen und wundere mich &#252;ber die W&#246;rter <em>football</em> und <em>procrastinate</em> – kann das sein, dass es die zu Shakespeares Zeiten schon gab? Ja, im Originaltext sind sie drin. </p>
<blockquote><p>Hopelesse and helpelesse doth Egean wend,<br />
But to procrastinate his liuelesse end</p></blockquote>
<p>Ein Blick ins W&#246;rterbuch zeigt aber, dass das Wort <em>procrastinate</em> erst im sp&#228;ten 16. Jahrhundert im Englischen gebr&#228;uchlich wurde, es war also ganz neu, als Shakespeare das St&#252;ck schrieb. Das Pendant zum <em>Verein deutsche Sprache</em> hat sicherlich aufgeschrieen. Und <em>football</em> taucht bei Shakespeare genau zwei Mal auf, wie man <a href="http://openshakespeare.org/word/football">hier</a> nachlesen kann.<br />
#<br />
Irgendwas an Rufus Wainwrights Stimme fasziniert mich seit einiger Zeit ganz ungemein, ich wei&#223; nicht genau, was. Im Moment habe ich gerade <a href="http://www.youtube.com/watch?v=SnuQbud06aw">dies</a> als Ohrwurm. Im Dreivierteltakt.
</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Helgoland</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 08:02:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Ich bin nicht mit auf Klassenfahrt, leider, aber ich freue mich &#252;ber die seltsamen Tweets, die Bilder mit schiefem Meer, ablaufend eben, und dar&#252;ber, was sie alle bloggen. Helgoland ist einfach zu abgelegen, wenn man selber abgelegen wohnt und nicht mal eben Urlaub nehmen kann, wenn man will.
Ich war das erste und das letzte Mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin nicht mit auf Klassenfahrt, leider, aber ich freue mich &#252;ber die seltsamen Tweets, die Bilder mit schiefem Meer, ablaufend eben, und dar&#252;ber, was sie alle bloggen. Helgoland ist einfach zu abgelegen, wenn man selber abgelegen wohnt und nicht mal eben Urlaub nehmen kann, wenn man will.<br />
Ich war das erste und das letzte Mal mit zw&#246;lf oder dreizehn auf Helgoland und verbinde damit eher unangenehme Erinnerungen. Auf der Fahrt dorthin – damals noch mit einer ganz normalen F&#228;hre – verschwand n&#228;mlich pl&#246;tzlich meine Mutter. Meine Schwester und ich (unser Vater war nicht mit) suchten zun&#228;chst panisch das ganze Schiff ab und entschieden dann in pragmatischer Kindermanier, sie k&#246;nne ja nicht weg sein, vom Schiff gesprungen sei sie ja schlie&#223;lich nicht. Genau das hatte sie aber ernsthaft erwogen, w&#228;hrend sie irgendwo im Schiffsbauch schwer seekrank &#252;ber der Toilette hing. Die Schilder, es sei streng verboten, sich in den Toiletten einzuschlie&#223;en, hatte sie ebenso ignoriert wie die w&#252;tenden Faustschl&#228;ge der Mitreisenden gegen die T&#252;r.<br />
Auch &#252;berlegte meine Mutter – die am wenigsten wehleidige Person, die ich kenne – f&#252;r immer auf Helgoland zu bleiben, denn sie hatte gro&#223;e Angst vor der R&#252;ckfahrt. Noch heute benutzt sie, um zu beschreiben, wie sie sich gef&#252;hlt hat, einen Satz, den sie nicht mal f&#252;r die Geburten verwendet.<br />
Heute bin ich anderer Meinung, aber damals fand ich es eher unattraktiv, auf Helgoland zu wohnen, deshalb beredete ich meine Mutter, in der einzigen Apotheke ein Mittel gegen Seekrankheit zu erwerben und &#252;berzeugte sie davon, dass es ganz bestimmt wirken w&#252;rde. Das tat es dann auch, und die R&#252;ckreise verlief unspektakul&#228;r. &#220;berhaupt w&#228;re diese ganze Fahrt nicht Teil der Familiengeschichte, g&#228;be es nicht diesen einen Satz: Ich wollte sterben.
</p>
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		<title>Ich will in die Kirche!</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 19:25:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[
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Vielleicht weil der Lieblingsenkel langsam in ein Alter kommt, in dem er interessantere Dinge tut als mit blo&#223;en H&#228;nden Joghurt zu essen, oder weil meine Eltern &#246;fter in die Vergangenheit zur&#252;ckdenken – bei Heimatbesuchen h&#246;re ich immer h&#228;ufiger Geschichten aus meiner Kindheit. Ich kenne die alle, aber ich h&#246;re sie immer wieder gerne, genau wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/2012/04/kids.JPG" align="texttop" width="430" height="288" hspace="10" vspace="10" border="1" /><br />
<font color="white">.</font><br />
Vielleicht weil der Lieblingsenkel langsam in ein Alter kommt, in dem er interessantere Dinge tut als mit blo&#223;en H&#228;nden Joghurt zu essen, oder weil meine Eltern &#246;fter in die Vergangenheit zur&#252;ckdenken – bei Heimatbesuchen h&#246;re ich immer h&#228;ufiger Geschichten aus meiner Kindheit. Ich kenne die alle, aber ich h&#246;re sie immer wieder gerne, genau wie der Neffe seine Bilderb&#252;cher immer wieder vorgelesen haben will. Es hat etwas beruhigend Vertrautes, die alten Geschichten noch mal und noch mal zu h&#246;ren.<br />
W&#228;hrend der Neffe, eben jener Lieblingsenkel, gerade zwei geworden, einzelne W&#246;rter spricht, zum Beispiel <em>Kaffeebohne</em>, denn damit kennt er sich aus, soll ich mit zwei den Satz <em>Der Baum wackelt mit seinen Zweigen</em> ge&#228;u&#223;ert haben, als es drau&#223;en windig war. Viel denkw&#252;rdiger als Wortschatz und Syntax finde ich die Spielart des Animismus, die sich hinter dieser Bemerkung verbirgt und die irgendwann, man wei&#223; nicht wie, einfach verschwunden ist.<br />
Besser noch ist die Geschichte meiner Schwester, die unbedingt in die Kirche wollte. Sie war zweieinhalb und keineswegs ein besonders religi&#246;ses Kind, aber sie wollte nicht mit unserem Vater und mir zu Hause bleiben, w&#228;hrend unsere Mutter in die Kirche ging. Also schmiss sie sich am Sonntagmorgen in theatralischer Weise vor die Wohnungst&#252;r und schrie wie am Spie&#223;: <em>Ich will in die Kirche, ich will in die Kirche!</em> – die Kirche w&#228;re h&#246;chst entz&#252;ckt gewesen, h&#228;tte sie davon erfahren. Sp&#228;ter schlief meine Schwester wegen der anstrengenden Schreierei ersch&#246;pft vor der Wohnungst&#252;r ein. Mein Vater breitete eine Decke &#252;ber sie, und als meine Mutter aus der Kirche kam, musste sie durchs K&#252;chenfenster in die Wohnung einsteigen, was in der dritten Etage nur funktionierte, weil ein Laubengang davor war. Das Kind schlief derweil seinen Kirchenrausch aus.<br />
Das ist das Tolle an Kindern, sie tun komische Dinge.
</p>
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		<title>Andalusien</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 10:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Also, meine lieben G&#228;ste, schauen Sie bitte gerne. Acht Tage Andalusien, das verbloggt sich nicht mal so eben, also greifen wir zur bew&#228;hrten Methode: Randnotizen, abseitige Bilder, und das meiste einfach ausdenken.
Das Gruppenreisen will gelernt sein; meistens ist die Reisegruppe gutm&#252;tig und freundlich, aber es gibt Ausnahmen. M. legt ein imagin&#228;res Tadelbuch an, in dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Also, meine lieben G&#228;ste, schauen Sie bitte gerne. Acht Tage Andalusien, das verbloggt sich nicht mal so eben, also greifen wir zur bew&#228;hrten Methode: Randnotizen, abseitige Bilder, und das meiste einfach ausdenken.<br />
Das Gruppenreisen will gelernt sein; meistens ist die Reisegruppe gutm&#252;tig und freundlich, aber es gibt Ausnahmen. M. legt ein imagin&#228;res Tadelbuch an, in dem vermerkt wird, wer sich ungeb&#252;hrlich benimmt. Die Senfgelbe f&#252;hrt die Liste an, gefolgt von Frau Doktor, der L&#246;ffeltreterin, aber auch K. aus unserer kleinen Untergruppe bekommt einen Eintrag – wegen Meckerns &#252;ber den Regen, f&#252;r den doch nun wahrhaftig niemand etwas kann.</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2012/04/andalusien01.JPG" align="texttop" width="430" height="266" hspace="10" vspace="10" border="1" /></p>
<p style="line-height:1.0em;"><small>Man kann sich aus dem Tadelbuch freikaufen, indem man eine bunte Per&#252;cke aufsetzt und auf einem &#246;ffentlichen Platz ein T&#228;nzchen vorf&#252;hrt.</small></p>
<p>Lernen kann man allerhand – &#252;ber die Mauren, Philipp den Sch&#246;nen und Johanna die Wahnsinnige, Oliven&#246;l, Sherry, Karwochen-Prozessionen, Generalstreik und Stierkampf. Wir sehen das spanische Licht, blankpolierte Monstranzen, bereitgestellt f&#252;r die <em>Semana Santa</em>, Bauruinen, die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada, D&#246;rfer mit 30000 Einwohnern, Tanger im Regen.</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2012/04/andalusien02.JPG" align="texttop" width="430" height="289" hspace="10" vspace="10" border="1" /></p>
<p style="line-height:1.0em;"><small>Die arabischen Schriftzeichen f&#252;r <em>Gott ist gro&#223;</em> k&#246;nnen wir jetzt &#252;berall wiedererkennen.</small></p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2012/04/andalusien04.JPG" align="texttop" width="430" height="287" hspace="10" vspace="10" border="1" /></p>
<p style="line-height:1.0em;"><small>T. tr&#228;gt freiwillig das Passionskreuz. Es ist aber ganz leicht.</small></p>
<p>Wir sehen einen alten Herrn, der Oliven&#246;l verkostet wie Wein. Hervorragend wundersch&#246;ne G&#228;rten und viel Gold in Kirchen. Einen analphabetischen Berber mit einem Kamel, der zu dem niesenden M. auf Deutsch sagt: „Na, haste Schnoddernase?“ Wir z&#228;hlen durch, einmal vorw&#228;rts, einmal r&#252;ckw&#228;rts und dann noch mal auf Spanisch. Frau L. singt deutsche Schlager, besticht Barpianisten und flirtet in Mabella mit Luxusyachtbesitzern. Der Plan, zur Weltumseglung eingeladen zu werden, geht aber nicht auf.</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2012/04/andalusien03.JPG" align="texttop" width="430" height="291" hspace="10" vspace="10" border="1" /></p>
<p style="line-height:1.0em;"><small>Die m&#228;nnlichen Fliegen werden vergiftet, die weiblichen sterben an Liebeskummer.</small></p>
<p>Wir kichern &#252;ber Reisef&#252;hrer und &#252;bersetzte Speisekarten und trinken Sherry, der schmeckt wie Essig. Die umst&#228;ndlichen Erkl&#228;rungen &#252;ber den Stierkampf erregen Unmut bei einem Teil der Gruppe, der Rest fragt unerbittlich nach. Das grenzt an Streit. Jockel macht sich Notizen zu einzelnen Teilnehmern.</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2012/04/andalusien05.JPG" align="texttop" width="430" height="344" hspace="10" vspace="10" border="1" /></p>
<p style="line-height:1.0em;"><small>Hat nicht auch A.L. Kennedy etwas &#252;ber Stierkampf geschrieben? Das muss dann wohl demn&#228;chst mal gelesen werden.</small></p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2012/04/andalusien07.JPG" align="texttop" width="430" height="288" hspace="10" vspace="10" border="1" /></p>
<p style="line-height:1.0em;"><small>Kurvige Stra&#223;en, Berglandschaften und Regen gibt es auch in Andalusien. Und Landflucht.</small></p>
<p>B. kauft in Malaga pinke Krokodillederschuhe mit zehn Zentimetern Absatz, aber das erweist sich dann doch als Ger&#252;cht. Auf dem R&#252;ckweg geht es &#252;ber Wien, in einem gro&#223;en Bogen um den franz&#246;sischen Luftraum herum – der zweite Streik in einer Woche. <em>Sick bag</em> hei&#223;t auf &#214;sterreichisch <em>Speibsackerl</em>, schon allein dieses Wortes wegen hat sich der Umweg gelohnt.</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2012/04/andalusien06.JPG" align="texttop" width="430" height="287" hspace="10" vspace="10" border="1" /></p>
<p style="line-height:1.0em;"><small>Wien und Umgebung von oben im Abendsonnenschein. Das Bild hat U. gemacht, der sa&#223; am Fenster.</small></p>
<p>Das war anstrengend, aber auf ganz andere Art als der schn&#246;de Arbeitsalltag, und also war es auch erholsam. Au&#223;erdem gesellig, lehrreich und ziemlich lustig. Das machen wir mal wieder.
</p>
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		<title>Ferien</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Mar 2012 12:04:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Um halb sechs aufwachen, Kaffee kochen, keine Zeitung im Briefkasten, dann vielleicht doch mal im Reisef&#252;hrer lesen, Schulschl&#252;ssel vom Schl&#252;sselbund abmontieren, Kaiserwetter und gute Laune, zwei Listen schreiben, ein Briefing in des M&#252;llers alter Scheune, ein ge&#246;ffneter Koffer, da fliegen nach und nach alle Sachen rein, ausprobieren, ob die Sonnenbrille noch passt, und zum ersten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um halb sechs aufwachen, Kaffee kochen, keine Zeitung im Briefkasten, dann vielleicht doch mal im Reisef&#252;hrer lesen, Schulschl&#252;ssel vom Schl&#252;sselbund abmontieren, Kaiserwetter und gute Laune, zwei Listen schreiben, ein Briefing in des M&#252;llers alter Scheune, ein ge&#246;ffneter Koffer, da fliegen nach und nach alle Sachen rein, ausprobieren, ob die Sonnenbrille noch passt, und zum ersten Mal nicht die Frage, welche B&#252;cher mit sollen – sie kommen einfach alle mit.
</p>
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		<title>Die M&#252;hen der Ebene (16. M&#228;rz)</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 16:26:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category>Die Welt</category>

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		<description><![CDATA[Seit Weihnachten haben wir jetzt zehn Schulwochen hinter uns, noch eine, dann gibt es Osterferien. Die Zeit zwischen Weihnachten und Ostern ist immer die anstrengendste – warum, wei&#223; ich auch nicht. Mit Schrecken denke ich ans letzte Jahr zur&#252;ck, da waren es vierzehn Wochen, und man musste nach Ferienbeginn erstmal drei Tage durchschlafen, bevor man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Weihnachten haben wir jetzt zehn Schulwochen hinter uns, noch eine, dann gibt es Osterferien. Die Zeit zwischen Weihnachten und Ostern ist immer die anstrengendste – warum, wei&#223; ich auch nicht. Mit Schrecken denke ich ans letzte Jahr zur&#252;ck, da waren es vierzehn Wochen, und man musste nach Ferienbeginn erstmal drei Tage durchschlafen, bevor man wieder zu irgendwas zu gebrauchen war.<br />
Heute war es warm, die Sonne schien, Sch&#252;ler und Kollegen hatten gute Laune, der Neue in meiner Klasse ist beim L&#228;cheln beobachtet worden, und so l&#228;sst es sich noch eine Woche aushalten. Allerdings, und das ist dann vielleicht doch dem Kr&#228;fteverfall geschuldet, hab ich keine Lust mehr zum Tagebuchbloggen.
</p>
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